Montag, 7. Mai 2012

Müll und Zufall (Fortsetzung)

Gerade eben habe ich erfahren, dass die andere Kundalini-Yogalehrerin wahrscheinlich ihr Kind im selben Kindergarten hat wie ich meine Kleine. Und ich glaube, dass sich unsere Blicke auch schon getroffen haben und ich weiß, wer sie ist. Und es stimmt, dass sie mit mir in der gleichen Ausbildung ist. Ich werde ihr mailen, ob wir nicht zusammen am WE mit einem Auto fahren können. Es wäre toll, wenn wir uns gut verstehen. Vielleicht könnten wir hier gemeinsam einige Yoga-Projekte auf die Beine stellen und uns gegenseitig unterstützen. Vielleicht wird sie meine erste "Yogafreundin" hier im Norden...

Am Vormittag habe ich den gesammelten Müll vom WE weggebracht. An den Containern kam ich mit einem Mann ins Gespräch, er erzählte, dass er schon ein paar Haushaltsauflösungen hinter sich hat und dass man das alles gar nicht genau sortieren kann, sondern einfach nur Reinschmeißen muß. Er meinte: "Es ist ein Wahnsinn, was wir alles aufbewahren weil wir glauben, dass wir es noch brauchen können. Das ist Blödsinn. Viel zu viel Müll." Ja, ich glaube, dass wir vieles aufbewahren weil wir Angst haben, dass irgendwann der Moment kommt, wo wir sagen, oje, ausgerechnet das habe ich weggeschmissen. Es ist die Angst vor dem Loslassen, ohne Kontrolle sein, kein Vertrauen ins Leben, dass wir immer all das haben, was wir gerade brauchen.

Doch was ist mit der Müllvermeidung? Wie oft komme ich aus einem Laden und packe Sachen in mein Auto, die ich eigentlich gar nicht kaufen wollte. "Ach, na ja, das nehme ich halt noch schnell mit..." oder "Eigentlich müsste ich erst zu Hause nachschauen, ob wir das nicht doch noch irgendwo haben, aber das ist hier gerade super billig und selbst wenn ich es schon habe, es wird ja nicht schlecht..." Bewusster Einkaufen ist ein spannendes Thema, auf das ich mehr achten möchte. 

Sat Nam  

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