Samstag, 26. Mai 2012

blogadresse

Da ich einige Anfragen bekam wo der neue Blog den zu finden ist. Hier die genaue Adresse:

 http://das-yoga-baby.blogspot.de/

Sat Nam

Sonntag, 20. Mai 2012

Jetzt ist es offiziell: Ich bin schwanger!

Ich komme in die neunte Woche, Geburtstermin ist der 2. Januar 2013.

Heute haben wir es meiner Familie verkündet. Bis heute habe ich "heimlich" einen blog mit dem Namen: "Das Yoga-Baby" geschrieben. Gleich werde ich alle Einträge veröffentlichen.

Wenn Du die näheren Umstände erfahren willst, empfehle ich Dir die Einträge mit dem Titel "Hintergrund Teil X" zu lesen.

Hiermit schließe ich den Yogalehrerausbildungsblog und werde täglich im "Das Yoga-Baby" - blog über die Ausbildung und die Schwangerschaft bis zur Geburt berichten.

Lange habe ich auf diesen Moment "hingearbeitet". Ich freue mich sehr, dass ich kein Versteckspiel mehr spielen muss. Ein gutes Gefühl es bis hierhin durchgehalten zu haben, klar zu bleiben, was wichtig ist. Es heißt, dass die Seele des Ungeborenen bis zum 120ten Tag der Schwangerschaft die Mutter beeinflußt und deshalb die Schwangeren auch plötzlich in der Zeit andere Dinge tun (z.B. zum Yoga gehen) oder Dinge sein lassen (z.B. das Rauche aufgeben). Ab dem 120ten Tag beeinflusst die Mutter direkt das ungeborene Kind. Wenn das stimmt, hat die Seele, die mit meinem Bauch verbunden ist, ganze Arbeit geleistet. Denn was ich in letzter Zeit alles bei mir anders gemacht habe also sonst, ist viel gewesen. (Siehe blog-Eintrag "Hintergrund Teil 3")...

Ich freue mich sehr, Euch meine Schwangerschaft auf diesem Wege mitteilen zu dürfen und hoffe, ihr seid genauso neugierig wie ich bei dieser spannenden Reise...

Sat Nam

Samstag, 19. Mai 2012

Der Wahnsinn im Kopf

Heute konnte ich erleben, wie mein negativer und positiver Mind miteinander oder besser gesagt gegeneinander kämpften:

Ich wollte den Rasen mähen und die Nachbarin hatte uns angeboten, wir können ihren Mäher ausleihen. Wir hatten im März einen Rasenmäher bestellt, der allerdings Lieferschwierigkeiten hat. Ich sah die Nachbarn draußen im Garten und dachte, ach ich räume erst noch den Geschirrspüler ein und dann gehe ich rüber. Doch genau in der Zeit fuhren sie weg. Ich klingelte und niemand machte auf. Ich war genervt und baute stadtdessen den Gartentisch zusammen in der Hoffnung, sie kommen gleich wieder. Beim Schrauben sah ich beiläufig rüber und sah den Rasenmäher! Er stand in 10 Meter Entfernung durch einen kleinen Zaun getrennt. 

Nun ging es los: Der PM (=positive Mind) freute sich: "Los, spring rüber und hol' Dir den Mäher. Bis Ralf vom Baumarkt wieder zurück ist, haben wir schon die Hälfte geschafft und dann hat er mehr Zeit die Steckdosen im Yogaraum fertig zu machen." Es kribbelte in meinen Füßen. Doch dann schaltete sich der NM (=negativer Mind) ein: "Bist Du verrückt. Du kannst doch nicht einfach in einen fremden Garten einbrechen. Das ist Hausfriedensbruch und ein sehr schlechter Beginn für eine gute Nachbarschaft." PM: "Pappalapp. Die haben doch angeboten, Du könntest den haben." NM: "Aber was ist, wenn es einen wichtigen Hinweis gibt, wie man den Mäher bedient? Dann geht der womöglich noch kaputt!" Ich war so genervt über diesen inneren Konflikt, dass ich mir beim Zusammenbauen aus Unachtsamkeit den Finger heftig geklemmt habe. Verdammter Mist! 

Nun hatten wir ja gelernt, dass die Lösung am Besten über den NM (=neutraler Mind) möglich ist. Ich atmete tief durch, legte die Hand auf mein Herz und spürte nach. Die Klarheit kam: "Es fühlt sich nicht gut an, einfach in den anderen Garten zu gehen und den Mäher zu holen. Es ist kein Notfall sondern "nur" selbst gemachter Druck. Ich würde mich auch nicht wohl fühlen, wenn ich wüsste, dass die Nachbarin einfach in meinen Garten geht und den Mäher holt. Das ist einfach nicht friedlich." Da waren NM und PM ruhig. 

Nun traten die wahren Gefühle auf. Ich war sehr genervt, dass es nicht voran ging. Am Dienstagabend beginnt der Yogakurs, es fehlen noch Lampen im Vorraum und Flur, die Garderobe ist auch noch nicht angebracht. Morgen sind wir den ganzen Tag nicht zu Hause, dann ist schon Montag und Ralf muss wieder zur Arbeit. Ich kann mit dem Bohrer keine Löcher in die Decke bohren, der ist einfach zu schwer und die Decke zu hart....

Dann fiel mir die Engelskarte ein, die ich heute Morgen beim täglichen Yoga gezogen hatte: Aufgeben und Loslassen! Na gut. Ich ging in den Keller holte mir ein alkoholfreies Bier und setzte mich in die Sonne. Für eine Weile ging es, doch dann kam Wut hoch. Warum bin ich vorhin nicht gleich rüber gegangen als ich die Nachbarn sah? Den blöden Geschirrspüler hätte ich auch später einräumen können. Wut braucht Handlung! Ich zog meine Gartenhandschuhe an und zog Brennessel aus den Beeten. Wahnsinn, was die für tiefe Wurzeln haben. Ich konnte mich richtig austoben.

Dann kam Ralf mit seinem Vater vom Baumarkt zurück. "Du stell' Dir vor, wir haben einen super guten Rasenmäher gesehen. Ich storniere einfach die alte Bestellung und kaufe den nachher." Das hörte sich nach einer guten Lösung an, aber wer kümmert sich um meinen Yogaraum? Kaum hatte ich diesen Gedanken wahrgenommen, sah ich wie Ralfs Vater in den Keller ging. Er baute die Steckdosen ein, die Lampen und die Garderobe an. Während Ralf losfuhr und den Rasenmäher kaufte...

Sat Nam 

Freitag, 18. Mai 2012

Teufelsrad

Ein Musterbeispiel von Gedanken-zur-Handlung-Kreis habe ich heute erlebt:

Ich telefonierte mit meinem Mann und bat ihm um etwas. Er reagierte genervt. Es gab keinen sachlichen Grund dafür. Ich blieb neutral und erklärte ihm warum es nötig ist. Er ging nicht weiter darauf ein und wir beendeten im normalen aber nicht gerade sehr innigen Ton das Gespräch.

Einige Zeit später nahm das "Teufelsrad" Fahrt auf. Ich nahm den Gedanken "Manchmal ist er ein total harter Klotz!", wurde trotzig und spürte das Verlangen sein Verhalten nicht einfach so hinnehmen zu wollen. Ich handelte durch Nicht-Handeln, d.h. dann mache ich eben gar nichts, soll er doch sehen, wie er zurecht kommt. Meine ganze Kraft sank ab und ich kam mir vor wie der Vogel Strauß, der den Kopf in den Sand steckt.

Nach einer Weile erinnerte ich mich an den ersten Teil vom Kreis. Der Gedanke, der zu einem bestimmten Gefühl führt. Mich nervte meine Kraftlosigkeit und ich überlegte, wo es seinen Anfang nahm. Das Urteil, das ich über ihn gefällt hatte, tat mir sichtlich ungut. Wenn ich mich also von diesem Gedanken distanziere müsste es mir besser gehen. Es funktionierte natürlich nicht sofort wie bei einem Lichtschalter, aber Schritt für Schritt kam ich hinaus.

Eben kam er nach Hause, küsste mich zur Begrüßung und erklärte, dass es ihm nicht gut geht. Ich wusste sofort, was los war und gab ihm die entsprechenden Globuli, die schnell halfen.

Klar wäre es einfacher gewesen, er hätte mir am Telefon einfach erzählt, was wirklich los war. Nur sind wir eben Menschen und keine perfekten Robotor. Ich hätte einen leichteren Nachmittag haben können, wenn ich einen anderen Gedanken genommen hätte. Z.B.: "Der scheint nicht gut drauf zu sein, mal sehen was er heute Abend erzählt."

Durch den "blöden" Gedanken habe ich mal wieder viel gelernt.

Sat Nam

 

Donnerstag, 17. Mai 2012

Kinder sind versorgt!

Ich habe noch von einer wunderbaren Sache von gestern vergessen zu berichten. Die Kinder waren gestern zur Probestunde zum Kinderyoga bei Harpurkh Kaur, die mit mir die Ausbildung macht und im selben Stadtteil wohnt. Die Kinder waren begeistert, haben heute noch davon gesprochen und freuen sich auf die nächste Stunde. Sehr schön.

Als wir wussten, dass wir nach Celle ziehen, hatte ich im Internet kein Kundalini-Kinderyogakurs gefunden und hatte den Kinder auch schon gesagt, dass es wohl schwierig sein wird so etwas zu finden. Und nun sind wir gerade mal drei Wochen hier und alles hat sich ganz leicht von alleine geregelt. 

Da meine Kinder das Kinderyoga lieben und es ungünstig ist, wenn sie von der eigenen Mutter unterrichtet werden, bin ich sehr dankbar für diese Gelegenheit.

Wahe Guru!

Sat Nam

Mittwoch, 16. Mai 2012

Atem und Yoga-Einrichtung

Heute sind die bestellten Sachen für den Yogaraum gekommen. Ganz aufgeregt habe ich den Karton geöffnet und die Matten und Sitzkissen entpackt. Wow, was für ein Moment. Wenn ich alles ordentlich hingelegt habe, mache ich ein Foto und setze es in den blog. Jetzt kann es losgehen. Ich freue mich schon auf Dienstag, wenn die ersten Schüler kommen.

Die Übungsreihe, die wir als Hausaufgabe haben, heißt "Erkenne Deine 10 Körper" und meint, dass wir aus verschiedenen Facetten als nur den körperlichen Teil bestehen. Ich fühle mich danach viel kraftvoller als vorher. Mir ist bewusst geworden wieviel Energie ich durch tiefen kräftigen Atem bekommen kann (entspricht dem Pranakörper = Prana = Energie durch Atem). Manchmal wenn ich spüre, dass mein Energiepegel sinkt, greife ich doch gerne zu einem Zwischensnack um den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Alternativ kann ich auch ein paar tiefe Atemzüge nehmen oder zumindest dies zuerst tun und dann abwarten ob da wirklich Hunger ist. Sehr praktisch.

Aber jetzt wartet das Abendbrot, das will ich nicht wegatmen... ;-)

Sat Nam

Dienstag, 15. Mai 2012

Wut im Bauch

Leider habe ich den gestrigen Eintrag vom i-pad aus geschrieben und der übernimmt meine Formatierungen nicht. Hier also noch einmal der Weg vom Gedanken zur Handlung mit mehr Übersicht:


1. 1000 Impulse pro Sekunde durchströmen mich.
2. Ein Gedanke wird ausgewählt.
3. Gefühl/e treten dazu auf.
4. Ein Verlangen entsteht.
5. Dieses Verlangen zieht eine Handlung nach sich.
6. Es entsteht ein bestimmter Effekt.
... und dann geht das Spiel von vorne los.

Interessant ist, dass ich die Wahl habe. Ich entscheide, welchen Gedanken ich aus den 1000 Impulsen pro Sekunde näher verfolge. Wenn ich noch nicht mit einem Gefühl verhaftet bin, kann ich den Gedanken auch weiterziehen lassen und gehe somit auf 1 zurück. Auch von den Gefühlen brauche ich mich nicht beherrschen zu lassen. Ich kann mehrere Empfindungen zulassen und den angenehmen wählen. 

Amrit Kaur hat auch von einer Ausnahme gesprochen: WUT. Wut entsteht nach einem Gefühl (von z.B. Ohnmacht) und ist ein Verlangen (z.B. Rache). Wut ist eine enorme Energie und sollte nicht verdrängt werden. Am Besten ist Bewegung damit sich diese Energie transformieren und auflösen kann. Ohne Handlung besteht die Gefahr, dass ich darin stecken bleibe und davon beherrscht werde. Also, ab in den Wald und Holz hacken!

Amrit Kaur sagte auch folgenden wunderbaren Satz: "Du kannst die Welt nicht so verändern, dass Du niemals verletzt wirst." Ich kenne die Erfahrung gut, dass ich nachdem mich jemand verletzt hat in der Wut über diejenige stecken geblieben bin und mir 1000 Dinge überlegt habe, wie ich das zukünftig verhindern will (z.B. das ich ihr mal ordentlich die Meinung sage!). Doch dann schieße ich ja nur zurück und bin damit auf der gleichen Ebene. Den Schmerz wahrnehmen und durchleben ist besser als sich in Wut zu verstricken. Natürlich heißt das nicht, das ich alles schlucke. Es ist nur ein Unterschied, ob ich mit Vergebung im Herzen offen rede oder mit Wut im Bauch angreife. 

Sat Nam

Montag, 14. Mai 2012

vom Gedanken zur Handlung

Wir haben gestern den Weg vom Gedanken zur Handlung besprochen: 1. Pro Sekunde verarbeiten wir 1000 Impulse (= Eindrücke, Empfindungen, Gedanken...) 2. Davon picken wir einen Gedanken heraus. 3. Dieser verursacht ein bestimmtes Gefühl. 4. Dadurch entsteht ein gezieltes Verlangen oder Gier. 5. Was zu einer bestimmten Handlung führt. 6. Dies hat einen bestimmten Effekt. Beispiel: 1. Ich muss gleich ins Bett, die Wäsche ist noch nicht zusammengelegt, wieder habe ich das Fenster von der Großen nicht geputzt, die Vögel zwitschern noch so schön draußen, der Wintergarten ist wirklich schön, eigentlich wollte ich heute noch xy angerufen haben. 2. Wäsche! Ich hatte doch der Kleinen versprochen, dass sie morgen ihre Lieblingshose anziehen kann und nun habe ich sie noch nicht einmal gewaschen. 3. Traurig, dass ich mein Versprechen nicht halten kann. 4. Vielleicht kann ich ja die Flecken noch schnell rausrubbeln. 5. Stehe um 23 Uhr am Waschbecken und schrubbe die Hose. 6. Hose wir nur halbherzig sauber, komme dadurch später ins Bett. Am nächsten Morgen steht die Kleine vor mir und will ein Kleid anziehen, weil es so warm draußen ist... Und das Spiel geht wieder von vorne los: 2. Warum habe ich letzte Nacht soviel geschrubbt? 3.genervt 4.ich will aber das sie jetzt diese Hose anzieht! 5. Sage ihr, sie wollte doch gestern unbedingt diese Hose haben 5. Halte ihr die Hose demonstrativ hin 6. sie schaut mich irritiert an.... Morgen schreibe ich noch mehr darüber. Sat Nam

Sonntag, 13. Mai 2012

noch mehr Erkenntnisse

Sehr viele wunderbare neue Erfahrungen und Aha-Erlebnisse durfte ich machen. 

Morgen beschreibe ich sie. Jetzt will ich noch den Abend mit Ralf verbringen und dann früh ins Bett gehen.

Sat Nam


Samstag, 12. Mai 2012

tiefgreifende Erkenntnisse

Ich wurde hier ein Braunschweig sehr herzlich aufgenommen. Wir sind ein exklusiver Kreis von 11 Leuten, da konnte ich mir die Namen auch gleich besser merken als in München, wo wir 35 Teilnehmer waren. Obwohl es dort auch wunderbar war und ich die vertrauten Gesichter vermisse, wurde mir hier der Einstieg sehr leicht gemacht. Die Ausbilderin Amrit Kaur hat eine wunderbare Meditation gemacht in der mir viel über meine eigenen Muster bewußt wurde. Es ging darum welche Neigung wir haben mit Veränderungen umzugehen. Ich konnte mich als Kind sehen, wie ich mit verschränkten Armen voller Wut darüber war, dass die anderen "alles falsch machen" ... Ich erinnere mich an Erzählungen meiner Mutter, dass ich sehr wütend sein konnte. Ich glaube, ich werde bei nächster Gelegenheit meine Mutter ganz doll in den Arm nehmen und sie fest drücken, sie hatte das bestimmt nicht leicht mit mir und seit ich eigene Kinder habe, weiß ich, was das bedeutet. Jetzt wo mir das bewußt ist, habe ich zukünftig die Wahl ob ich das alte Muster beibehalte oder ob ich mal eine neue Platte auflege. Außerdem werde ich bei Wutanfällen meiner Kleinen, die mir in dem Punkt sehr ähnlich ist, vielleicht mehr Verständnis haben und sogar Ideen entwickeln können, wie ich sie da besser rausholen kann. Der einzige aktuelle Störfaktor ist, dass unter mir eine Party gefeiert wird. Morgen geht es wieder früh los und ich möchte schlafen. Ralf meinte dazu am Telefon: Wo ist das Problem, feier doch einfach mit. Sat Nam

Freitag, 11. Mai 2012

Ab jetzt ein Pfirsich...

Es war ein schöner Tag mit sehr vielen warmherzigen Glückwünschen und lieben Geschenken. Nun stehe ich auf vier Pfoten, mich kann also (fast) nichts mehr umwerfen oder erschüttern. Wie bei der Katze-Kuh-Übung im Yoga habe ich ab jetzt einen noch festeren Stand. Ich habe das Gefühl, dass ich noch mehr weiß, was ich will und mich weniger verunsichern lasse. Ein angenehmer Effekt vom älter werden.

Jetzt muss ich noch schnell meine Sachen packen für das Yogawochenende in Braunschweig... 

Sat Nam

Donnerstag, 10. Mai 2012

Erschreckend komisches T-Shirt

Habe so eben auf der Facebook-Seite von Nirankar Kaur ein T-Shirt mit folgendem Aufdruck gesehen:

Ich nehme Aspirin gegen die Kopfschmerzen, die ich vom Zyrtec bekomme, das ich gegen Heuschnupfen nehme, den ich von Relenza gekriegt habe, das ich gegen Magenbeschwerden nehme, die ich vom Ritalin habe, das ich gegen meine kurze Aufmerksamkeitsspanne nehme, die vom Scopederm verursacht wird, das ich gegen Reisekrankheit nehme, die ich durch das Lomotil bekam, das ich gegen den Durchfall nehme, der von Zenikal verursacht wurde - gegen die unkontrollierte Gewichtszunahme, die ich vom Paxil bekommen habe, das ich gegen Angstzustände genommen habe, die durch Zocor ausgelöst wurden, das ich gegen mein hohes Cholesterin genommen habe, weil Leibesübungen, eine gute Ernährung und regelmäßige Heilpraktikerbesuche einfach zu viel Mühe für mich sind.

Auf dem Foto wird es von einem kräftigen Mann getragen.

Sat Nam

Mittwoch, 9. Mai 2012

Yogaorganisation

Es hat sich herausgestellt, dass von den 10 Teilnehmerinnen an der Yogalehrerausbildung, 2 direkt aus Celle und eine aus dem Nachbarort ist. Eine sehr zufällige Trefferquote. Wir werden zusammen mit einem Auto am Samstag hinfahren. Harpurkh Kaur wohnt ein paar Straßen weiter von mir und ist sehr glücklich, dass ich ein Auto habe, da sie keins hat und die Dritte im Bunde nach einem Skiunfall ihr Knie beim Fahren noch nicht belasten darf... Mit Bus und Bahn ist es sehr umständlich hinzukommen. Ich freue mich schon jetzt auf die Fahrt.

Die Große hat mir erzählt, dass eine Mitschülerin eine schiefe Wirbelsäule hat und deshalb zum Ballet geht. "Da habe ich ihr gesagt, sie soll doch mal zum Kinderyoga gehen, dass tut bestimmt auch gut, oder?" - "Ja, bestimmt." - "Ich habe ihr nämlich den richtigen Yogasitz und den Schmetterling gezeigt... Fand sie gut." Fand ich auch sehr süß.

Die ganze Zeit hatte ich mir Gedanken gemacht, wo ich im Yogaraum einen Schrank hinstelle für die Yogamatten und Sitzkissen. Irgendwie fand sich nicht das richtige Möbelstück und auch nicht der richtige Ort. Bis mir ein Licht aufgegangen ist: Ich brauche ja gar keinen Schrank! Die Matten mit Sitzkissen bleiben einfach auf dem Boden liegen, sieht auch viel einladener aus. Decken und Trinkflaschen möchten die Teilnehmer bitte selbst mitbringen. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht...

Sat Nam

Dienstag, 8. Mai 2012

Unterstützung

Heute Abend haben wir den Yogaraum weiter optimiert. Ralf hat die Neonröhre entfernt und Kabelreste verschwinden lassen. Frisch gekaufte Lampen haben wir aufgestellt und ich bin begeistert wie gut es jetzt aussieht. Bereits seit ein paar Tagen habe ich beim satnam-Versand den Warenkorb mit Yoga-Ausstattung gefüllt. Sitzkissen, Matten, Wandschmuck, Bücher mit Kryias, Schaffell, etc... Doch aufgrund der Gesamtsumme hatte ich bisher gezögert den Bestellbutton zu drücken. Dann rief meine Mutter an und fragte, was ich mir zum Geburtstag wünsche. Ich erzählte ihr von meinen Yogaraumideen und sie war ganz begeistert. Sie meinte, da ich ja nun 40 werden würde, würde sie mir gerne etwas Geld überweisen. Ich bin sehr dankbar für Ihre Unterstützung und es ist schön, dass sie selbst regelmäßig zum Yoga geht und versteht, was ich gerne hätte. Jetzt warte ich ganz gespannt auf die Bestellung...


Sat nam

 

Montag, 7. Mai 2012

Müll und Zufall (Fortsetzung)

Gerade eben habe ich erfahren, dass die andere Kundalini-Yogalehrerin wahrscheinlich ihr Kind im selben Kindergarten hat wie ich meine Kleine. Und ich glaube, dass sich unsere Blicke auch schon getroffen haben und ich weiß, wer sie ist. Und es stimmt, dass sie mit mir in der gleichen Ausbildung ist. Ich werde ihr mailen, ob wir nicht zusammen am WE mit einem Auto fahren können. Es wäre toll, wenn wir uns gut verstehen. Vielleicht könnten wir hier gemeinsam einige Yoga-Projekte auf die Beine stellen und uns gegenseitig unterstützen. Vielleicht wird sie meine erste "Yogafreundin" hier im Norden...

Am Vormittag habe ich den gesammelten Müll vom WE weggebracht. An den Containern kam ich mit einem Mann ins Gespräch, er erzählte, dass er schon ein paar Haushaltsauflösungen hinter sich hat und dass man das alles gar nicht genau sortieren kann, sondern einfach nur Reinschmeißen muß. Er meinte: "Es ist ein Wahnsinn, was wir alles aufbewahren weil wir glauben, dass wir es noch brauchen können. Das ist Blödsinn. Viel zu viel Müll." Ja, ich glaube, dass wir vieles aufbewahren weil wir Angst haben, dass irgendwann der Moment kommt, wo wir sagen, oje, ausgerechnet das habe ich weggeschmissen. Es ist die Angst vor dem Loslassen, ohne Kontrolle sein, kein Vertrauen ins Leben, dass wir immer all das haben, was wir gerade brauchen.

Doch was ist mit der Müllvermeidung? Wie oft komme ich aus einem Laden und packe Sachen in mein Auto, die ich eigentlich gar nicht kaufen wollte. "Ach, na ja, das nehme ich halt noch schnell mit..." oder "Eigentlich müsste ich erst zu Hause nachschauen, ob wir das nicht doch noch irgendwo haben, aber das ist hier gerade super billig und selbst wenn ich es schon habe, es wird ja nicht schlecht..." Bewusster Einkaufen ist ein spannendes Thema, auf das ich mehr achten möchte. 

Sat Nam  

Sonntag, 6. Mai 2012

Entrümpeln und großer Zufall

Heute war goßer Entrümplungstag. Beim Kauf des Hauses hatten wir vereinbart, dass wir uns um die Entsorgung der Sachen vom Vorbesitzer kümmern, wenn wir dafür eher hineinkönnen. Das macht auch Sinn, da wir keine Bindung an daran haben und es auf emotionaler Ebene leichter wegwerfen können. Ralf hatte die letzten Wochen schon viel zum Müll gebracht, nur die Garage war noch übriggeblieben. Es war sehr viel alter und unnützer Kram, der sich über die Jahre angehäuft hatte. Am Anfang wussten wir gar nicht wo wir anfangen sollten. Als müssten wir die träge Energie der fremden Vergangenheit erst überwinden. Ich hatte das Gefühl, ich hatte Blei an Händen und Füßen. Erst nachdem die ersten großen Schrankelemente rausgerissen worden waren, kamen wir in Schwung. Als hätten wir die Bergspitze erklommen und könnten nun hinab sausen und dabei immer schneller werden...

Ähnlich ist es während einer Meditation. Anfänglich treten in der Stille Müllgedanken ins Bewußtsein, die kaum auszuhalten sind und einem zum Abschweifen verführen. Doch irgendwann wird das Bewußtsein klarer und ein tiefer Frieden setzt ein, manchmal nur 10 Sekunden lang, manchmal aber auch einige Minuten. 

Als ich heute Morgen beim Bäcker zum Brötchen holen war, entdeckte ich einen kleinen Flyer über einen Kundalini-Yoga-Kurs in Celle! Auch noch im gleichen Ortsteil, wo ich meine Kurse anbiete. So ein Zufall! Vielleicht wird es hier noch einen richtigen Boom geben. Es kann sogar gut sein, dass diese Frau zusammen mit mir den zweiten Teil der Ausbildung in Braunschweig macht, denn auf der angegebenen Homepage stand, dass sie gerade in der Stufe 1 ist. 

Ralf war nicht so begeistert und redete von Konkurrenz. Ich dachte nur, dass zu jeder Yogalehrerin die Schüler kommen, die zu ihr passen. Umso bekannter das Kundalini-Yoga wird umso besser. 

Sat Nam

Samstag, 5. Mai 2012

Durchhaltegeist

Heute Morgen habe ich eine Kryia für den "Durchhaltegeist" gemacht. Ich war neugierig, was passieren wird. Nach dem Frühstück fuhren wir ins Möbelhaus und suchten nach passenden Möbeln. Erst am späten Nachmittag als wir zurückfuhren fiel mir auf, wie lange ich ohne Energieabfall durchgehalten hatte. Normalerweise habe ich nach zwei Stunden Kaufhausluft und unendlichem Vergleichen des Angebots genug. Aber heute spazierte ich durch die Abteilungen und nahm mir immer wieder neue Projekte vor. Als wir vom Parkplatz fuhren, sah ich noch einen Schuh-Outlet und bat Ralf, er solle doch da noch einmal anhalten, die Kinder brauchen dringend Sommerschuhe. Er schaute mich etwas irritiert an: "Da hast Du jetzt noch Lust zu?" Es ging nicht nach Lust, sondern nach Gelegenheit und Aufmerksamkeit auf den Moment. Ich hielt auch seine Zweifel durch, d.h. ich ließ mich nicht von ihm irritieren oder verunsichern. Ich war so klar und zielgerichtet, dass er tatsächlich noch mit uns Schuhe kaufen ging. 

Duchhalten heißt auch dranbleiben, dem eigenen Impuls trauen und auf Kurs bleiben. 

Eine gute Erfahrung.

Sat Nam
 

Freitag, 4. Mai 2012

Erste Resonanz auf die Flyer

Als ich zusammen mit der Großen die Kleine vom Kindergarten abgeholt habe, gingen wir an meinem Yogaflyer-Aushang vorbei und die Große rief: "Mama, guck mal, da hängt nur noch einer! Alle anderen sind schon abgerissen!" Ich hatte 6 Zettel angeheftet und habe mich sehr gefreut, dass schon in so kurzer Zeit soviel Interesse da ist. Zu Hause klingelte dann  auch prompt das Telefon. Eine Frau meldete sich und ihre Mutter zum Yogakurs an. Ich war ein wenig aufgeregt, achtete dann aber wieder auf meinen Atem und konnte in Ruhe und klar auf ihre Fragen antworten. Ong Namo - der Anfang ist gemacht.

Den Schwung und die Energie habe ich gleich genutzt und innerhalb kürzester Zeit noch ganz viele Kartons im Souterrain (klingt besser als Keller) geleert. Mir ist dann auch noch eine Idee gekommen, wie ich den Flurbereich als kleinen Empfang für die Yogaschüler nutzen kann. Mit einem kleinen Rolltisch und Barhocker dazu. Morgen fahren wir ins Möbelhaus. Mal sehen, was für schöne Dinge ich da noch entdecken kann.

Sat Nam

Donnerstag, 3. Mai 2012

Mutter-ohne-Kind-und-Mann-Kur

Gerade habe ich eine e-mail vom Organisator der Yogalehrerausbildung in Braunschweig bekommen. Die haben dort eine ganze Etage einer Praxisgemeinschaft gemietet, in der es neben dem Yogaraum auch mehrere kleine Zimmer, Küche, Bad mit Dusche etc. gibt. Ich kann dort zusammen mit drei anderen Teilnehmern kostenfrei übernachten! Den Luxus der Übernachtung habe ich mir in München nicht gegönnt, weil ich Ralf eh so wenig gesehen habe und ein ganzes WE pro Monat war mir einfach zuviel. Obwohl ich immer erst Samstagabend um 21.30 Uhr zu Hause war und am Sonntag um 4.30 Uhr wieder losgefahren bin, war es immerhin eine gemeinsame Samstagabendstunde. Aber der Streß dafür war schon nicht wenig. Ab jetzt wird es einfacher werden.

Ich fühle mich auch etwas gestärkt seit Hari Jiwan Singh uns von dem Zitat von Yogi Bhajan erzählt hatte: "Eine Frau sollte 6 Wochen im Jahr an einem anderen Ort ohne Familie sein." Das wäre mir zuviel, aber wir haben in dem Zusammenhang darüber gesprochen, dass Frauen über sehr viele Antennen verfügen und alles mitbekommen, was im Haus geschieht. Dies ist einerseits eine Gabe und andererseits eine Herausforderung für das Nervensystem, dass auch mal Ruhe braucht. Als ich mich dann an Zeiten erinnert habe, wo ich alleine unterwegs war, wurde mir bewusst wie entspannt ich wieder kam. Letztes Jahr war ich beispielsweise mit einer Freundin bei einem wunderbaren 50ten Geburtstag in Köln. Wir sind morgens losgeflogen und waren am nächsten Abend wieder da. Eigentlich nur zwei Tage, aber ich fühlte mich erholt als wäre ich mindestens eine Woche weg gewesen. Jetzt ist mir klarer warum und ich werde dem mehr Bedeutung einräumen. 

Sat Nam 


Mittwoch, 2. Mai 2012

Auf geht's!

Heute Vormittag habe ich die Umzugskartons stehen gelassen und habe einen Aushang für Kindergarten und Schule für meinen ersten Yogakurs für Erwachsene entworfen und angebracht. Es fiel mir erstaunlich leicht. Nach 1 Stunde hatte ich es fertig:







 Dazu kam dann noch folgender Text:




Kundalini-Yoga stärkt den Körper, entspannt den Geist und ist Balsam für die Seele. Effektive Übungen stärken die Muskulatur, erhöhen die Beweglichkeit der Wirbelsäule und machen Spaß. In der anschließenden Entspannung verteilt sich die aufgebaute Energie und Du fühlst Dich danach frisch und erholt. Zum Abschluss erfährst Du Klarheit für Deinen Geist in einer Meditation.
                                               
Kundalini-Yoga ist ein Weg für mehr Gesundheit, Energie und Lebensfreude. Rückenschmerzen werden geringer und können sich sogar ganz auflösen. Das Nervensystem wird stabiler und Du bekommst mehr Gelassenheit für den Alltag. Du lernst Deine eigenen Kräfte besser kennen und kannst sie gezielter einsetzen. Durch die Meditation werden Dir Deine Gedanken bewusster, Du erlebst Alternativen zum endlosen Grübeln und kannst selbst besser zur Ruhe kommen.

Kundalini-Yoga ist sehr effektiv und wirkt nachhaltig. Bereits nach der ersten Stunde kannst Du positive Veränderungen bei Dir erfahren und profitierst bei den Anforderungen im Alltagsleben.

Seit 6 Jahren praktiziere ich Kundalini-Yoga und habe zwei Kinder (5 und 8 Jahre).  

Ich freue mich auf Dich!


Egal wie die Resonanz sein wird, auf jeden Fall hat es viel Spaß gemacht den Text zu entwerfen und ihn auszuhängen.

Sat Nam












 

Dienstag, 1. Mai 2012

Gedanken-Gift

Heute Morgen dachte ich, oje, wie soll ich das bloß alles schaffen, am kommenden WE ist Yoga-Ausbildung in Braunschweig, ich muss mich noch um eine Übernachtungsmöglichkeit kümmern (vielleicht dort im Yogaraum), den Kurs noch überweisen (im welchen Karton sind eigentlich die Überweisungstan-Codes?), meine Unterlagen aus den Kartons zusammen suchen.... Dann hing ich den Kalender an die Wand und sah, dass ich mich genau um eine Woche vertan hatte... Ich habe noch ein WE Luft dazwischen. Wahnsinn wie eine Gedankenkette mich derart in Aufruhr brachte, die mit der Realität nichts gemein hatte. Ich ging in meinen neuen Yogaraum, schaute kurz auf meine Matte und dachte, ach, Mist, jetzt habe ich die Taschentücher vergessen, jetzt muss ich wieder nach oben laufen und das ist die einzige Packung, die ich noch vor Augen habe und heute ist doch Feiertag, da kann ich keine Neuen kaufen.... Von oben holte ich die "letzte" Packung und als ich wieder unten war, sah ich neben der Matte noch eine Volle liegen (und mein Mann zeigte mir später, dass wir eine Familiengroßpackung um Vorratsraum haben). Spätestens da wusste ich, dass ich heute das Yoga besonders nötig hatte. Es war als starrte ich die ganze Zeit auf einen dreiviertel vollen Maßkrug mit dem Gedanken: "Oh Gott, oh Gott, gleich ist der Krug leer!"

Sat Nam

 

Montag, 30. April 2012

Stück für Stück

Mein erster Blogeintrag im neuen Haus vom Arbeitszimmer mit Laptop. Vorher tippte ich auf dem i-pad umringt von Meter hohen gestappelten Umzugskartons. Jetzt stehen nicht mehr ganz soviele herum. Es ist unglaublich wie lange es dauert bis alles ausgepackt sein wird. Für einige Dinge fehlen noch die passenden Möbel, bei anderen ist noch nicht der passende Ort gefunden und dann sind die Schraube nicht geeignet. Den Weg zum Baumarkt kann ich mittlerweile mit verbunden Augen fahren... Und dennoch geht es jeden Tag ein Stück vorwärts. 

Geduld, Ruhe und Gelassenheit sind die Tugenden, die zur Zeit am stärksten gefordert sind. Ich habe die Gelegenheit alle Yogatricks vom tiefen Atmen bis zum Chanten von Mantren und regelmäßigen Schluck Wasser trinken anzuwenden.  

Sat Nam


Sonntag, 29. April 2012

Freunde

Heute haben wir nur in Teilzeit auspacken können. Am Nachmittag kam soviel spontaner Besuch vorbei, dass wir lieber das schöne Wetter im großen Garten genoßen haben. Es wurde Kuchen mitgebracht, die Kinder tobten sich bis zum Umfallen aus und wir hatten viel Spaß. Das Tat gut, besonders weil ich am Vormittag die Abschieds-CD aus Bayern ausgepackt und in den CD-Player gelegt hatte. Es spielte bayrische Marschmusik und ich musste an all die lieben Freunde aus Eichenau denken und wurde ganz traurig. Als sich dann später die Stimmung drehte wurde mir bewußt wie sehr das persönliche Wohlgefühl davon abhängt, wo ich mich mit vertrauten angenehmen Menschen treffen kann. Als wir damals frisch nach Bayern zogen haben wir uns am Anfang sehr einsam gefühlt, durch dieses Tor müssen wir diesmal nicht mehr gehen. Das Schöne ist, obwohl ich mich durch das Yoga verändert habe, sind die Freundschaften hier im Norden konstant geblieben. Der Kern stimmt, egal was sonst alles passiert. Ein guter Trost für die Verbindungen zum Süden. Sat Nam

Samstag, 28. April 2012

Noch eine Teilnehmerin

Leider bin ich gesundheitlich angeschlagen. Der Hals kratzt, die Glieder schmerzen, leichtes frösteln und dabei hatten wir heute fast 30 Grad! Ich habe deshalb viele Pausen beim Auspacken gemacht und versucht den Fokus auf das dritte Auge zu halten. Das hilft damit ich die Situation besser annehmen kann, so wie sie ist. Früher hätte ich mich da hinein gesteigert, hätte geschimpft, ausgerechnet jetzt wo soviel zu tun ist. Aus Erfahrung weiß ich, dass das alles nur noch schlimmer macht. Am Besten ist es, nicht zu bewerten, natürlich ist es unangenehm, aber es ist wie es ist. Auch die Energie einer Analyse spare ich mir. Fragen wie "warum habe ich denn nun diese Erkältung?", "Habe ich mich zuviel gestresst?", "Zu wenig auf mich geachtet?" tauchen auf, aber ich gehe ihnen nicht mehr leidenschaftlich nach. Dann kam noch eine Freundin vorbei, die auch gefragt hat, wann es mit dem Yoga bei mir losgeht. Sie hat auch noch eine Freundin, die auch Interesse hat. Jetzt sind es schon vier Frauen... Sat Nam

Freitag, 27. April 2012

Guter Anfang

Nachdem die Kinder die letzten Tage bei den Großeltern waren, haben wir heute feierlich gemeinsam die erste Familienmahlzeit im neuen Heim eingenommen. Danach sind die Kinder feierlich mit Topfdeckeln und Löffeln bewaffnet durch die Räume gezogen und haben zur Yogamarschmusik (CD: weißes Tantra) Ang Sang Wahe Guru laut getrommelt. Gleich am ersten Abend hatte ich mit Räucherstäbchen schönen Duft in die Zimmer gebracht und dabei jeweils Ong Namo gechantet. Die Art der Kinder hat mich an Rituale vom Austreiben böser Geister erinnert. Ich habe mich richtig über ihren Lärm gefreut. Endlich wieder Leben in der Bude. Zwischendurch mußte ich mal dringend raus aus dem Umzugschaos und ging ein Stück durch den Wald. Plötzlich rief jemand "Patricia, bist Du das?" Ich erkannte die Stimme, das Gesicht erst beim zweiten Blick. Es war eine Nachbarin einer Freundin von mir. Ich hatte sie 6 Jahre nicht mehr gesehen. Sie sagte: "Ich hoffe, Du hast schon gehört, dass ich zu Dir ins Yoga gehen möchte!" Diese Begegnung hat mein Herz freudig höher schlagen lassen. Wäre wirklich toll, wenn ich demnächst eine Yogagruppe zusammen bekommen würde... Sat Nam

Donnerstag, 26. April 2012

Wahe Guru - Tanz

Nach den letzten aufregenden Tagen zeigt sich bei uns nun die Müdigkeit. Der Akku ist leer, aber es gibt noch wahnsinnig viel zu tun. Lampen und Rollos anbringen, immer noch Kartons auspacken, zum Baumarkt Anschlüsse für Wasch- und Spülmaschine kaufen, Anschlüsse zurück bringen, weil es die Falschen waren, Müll entsorgen, Schränke auswischen, Werkzeug suchen... Irgendwann wurde ich immer trübsinniger und antriebsloser. Was ist los? Es läuft doch alles. Ich schaltete Yogamusik an auf Zufallsfunktion und wartete ab. Es kam Wahe Guru von Snatam Kaur! Ich drehte die Anlage voll auf und sang kräftig mit. Irgendwann ließ ich die Arbeit einfach ruhen und fing an zu tanzen. Endlich begriff ich , was mir gefehlt hatte. Die Freude, der Ausgleich, das Ausruhen, 5 Grade sein lassen, vor sich hin träumen. Nun sitze ich hier und schaue in den großen Garten und die hinter liegenden Kiefern, die sich im leichten Wind wiegen. Jetzt geht es besser. Sat Nam

Mittwoch, 25. April 2012

Ong Namo - Der Anfang ist gemacht

Heute Morgen habe ich das erste Mal in meinem neuen Yogaraum yogiert. Ich laß das Japji Sahib und war hin und weg von dem Klang in dem Raum. Ganz hell und klar, vielleicht lag es daran, dass noch keine Möbel im Haus waren. Nach dem Yogaset fühlte ich mich frisch und stark. Als die Möbelplacker kamen konnte ich ganz klare Anweisungen geben und fühlte mich viel sicherer in meinen Entscheidungen. Ich musste viel an den Umzug vor 6 Jahren nach Bayern denken. Damals war ich weniger entspannt und unsicher. Ralf und ich stritten sogar bei einigen Möbelstücken, wo sie stehen sollten. Ich wußte zwar was ich nicht wollte, aber ich war nicht klar, was ich denn genau wollte. Diesmal war es anders. Ich war gelassener und es fiel mir leichter Dinge zu akzeptieren, die ich nicht verändern konnte. Schmerzhaft war nur der Moment als meine Große weinte, weil alles so neu ist und sie wieder nach Hause will... Ich nahm sie auf meinen Schoß und dann weinte ich eine Runde mit. Alles ist neu, überall stehen Kartons herum, keine Gemütlichkeit erkennbar und noch sehr viel Arbeit wartet auf uns.... Sat Nam

Dienstag, 24. April 2012

Zeitig Einpacken

Gestern haben wir bis spät in die Nacht Umzugskartons gepackt, deshalb habe ich keinen blogeintrag mehr geschafft. Zwischendurch kamen immer wieder Freunde vorbei zur letzten Gelegenheit Abschied zu nehmen. SMS und Emails und sogar noch ein Abschiedsbesuch heute Morgen. Das war sehr rührend und meine Wangen wurden eben bei der vorerst letzten Fahrt durch Eichenau richtig nass... Jetzt sitzen wir im Auto und düsen in unsere neue alte Heimat. Beim Packen konnte ich meine vom Ausbildungswochenende erworbenen Erkenntnisse über das Nervensystem pragmatisch anwenden. Unter Termindruck alles ausräumen und sich nebenbei um die Kinder kümmern, dabei ruhig bleiben, nicht auf genervte Kommentare des gestressten Gatten eingehen, sich nicht verzetteln, Abschiedsemotionen durchleben und trotzdem lang und tief atmen... Das war eine echte Herausforderung! Am Schönsten war der Moment als ich mit der Großen in ihrem Zimmer war und sie plötzlich anfing das Mantra "Bhajan Mana Mere" zu singen. Ich war nämlich gerade dabei in eine Streßfalle zu geraten, da ich plötzlich Angst bekam, ob wir das noch alles zeitig schaffen. Ein Gedanke auf den ich gerade dabei war aufzuspringen und davon zu galoppieren. Doch durch das Singen und ihre Freude mir helfen zu dürfen sprang ich wieder ab vom Streßpferd und beruhigte mich mit einem Lächeln... Sat Nam

Sonntag, 22. April 2012

Noch mehr Reize

Als ich gestern Abend nach Hause fuhr, achtete ich besonders auf Reize. Bewusst ließ ich das Radio aus und war erstaunt wie laut eigentlich der Motor ist. Ich musste mich beherrschen doch nicht eine CD einzulegen. Ich wollte einen Reiz durch einen weiteren Reiz übertönen. Das kenne ich auch beim Surfen im Internet. Wenn sich eine Seite nicht schnell genug aufbaut bin ich genervt und mache eine weitere Seite auf damit ich in der Zwischenzeit wenigstens noch meine e-Mails checken kann, dort entdecke ich dann zum Beispiel eine e-Mail, über die ich mich ärgere... Irgendwann steht mein Kind neben mir und fragt: Mama, kann ich was Süßes? - NEIN! Wie oft habe ich Dir schon gesagt, dass es nach dem Abendbrot nichts Süßes gibt und außerdem warum hast Du immer noch nicht den Schlafanzug an!!! Ich habe die Wahl ob ich Reize verstärke oder bewusst dagegen steuere. Sat Nam

Samstag, 21. April 2012

Achtung Reize

Das Thema Nervensystem ist sehr interessant, aber auch erschreckend. In den U.S.A. ist zum Beispiel Internetsucht als echte Sucht anerkannt. Eine totale Reizüberflutung schadet unserem Gehirn enorm. Wesentlich ist der gesunde Umgang mitR Reizen aller Art (z.B. Radio, Fernsehen, Autolärm, etc.). Die Frage ist, welche Reize lasse ich zu? Wie komme ich nach Stressphasen wieder in die Entspannung, damit sich mein Nervensystem wieder erholen kann? Yoga bietet hier viele Möglichkeiten und die zunehmende Reizüberflutung ist einer der Gründe warum immer mehr Menschen Yoga machen. So, jetzt geht der Unterricht weiter. Sat Nam

Freitag, 20. April 2012

Umzugskarton stapeln sich

Heute gibt es nur ein paar Zeilen. Der Umzugswagen rückt näher.... Die Kartons stapeln sich. 

Ich freue mich besonders auf die kommenden zwei Ausbildungstage... zum Kraft tanken und Luft holen... damit ich für die Endphase ab Montag gestärkt bin.

Sat Nam

Donnerstag, 19. April 2012

Vertrauen in Lösungen

Schon seit Wochen überlegen Ralf und ich, wie wir den Buffet-Schrank (über 100 Jahre alt) loswerden können. Er ist sehr sperrig weil man ihn nicht auseinander bauen kann. Er passt nur durch wenige Treppenhäuser. Wir hatten es inseriert und es sogar über e-bay für einen Euro versucht, leider ohne Erfolg. Doch jedesmal wenn wir über einen weiteren erfolglosen Versuch sprachen, sagten wir uns, dass es schon irgendeine Lösung geben wird. Doch so langsam wurde es eng. Der Umzug ist in fünf Tagen. Stur blieben wir jedoch bei unserem "Mantra".

Heute Morgen traf ich im Kindergarten eine bekannte Familie, wir tauschten uns aus und ich hatte plötzlich die Eingebung, ob die nicht das Buffet gebrauchen können. Und siehe da: Ja! Sie haben sogar einen Anhänger und holen es am Samstag ab. 

Das war für mich wieder ein Lehrbeispiel zum Thema Vertrauen ins Leben. 

Gerade während einer Umzugssituation kommt der Verstand auf die verrücktesten Ideen, was alles schief gehen kann oder rappelt alle Möglichkeiten durch wo denn die zukünftigen Möbel in der neuen Umgebung am Besten stehen würden... Es ist menschlich, kostet aber auch viel Kraft.

Ich versuche in den nächsten "heißen" Tagen nach folgendem Motto zu leben: Weniger denken - mehr vertrauen.

Sat Nam 

Mittwoch, 18. April 2012

Die CD "Sadhana aus Bayern"

Jetzt halte ich die CD in den Händen! Sie heißt "Sadhana aus Bayern". Ich legte sie im Auto ein und staunte. Meine Kleine saß hintem im Auto, wurde erst ganz still und sang aus vollem Herzen mit. Das war so süß, dass mir die Tränen kamen... Es ist von Herzen gesungen und mit ganzem Herzen aufgenommen worden, was für eine Erfahrung!

Vor 6 Jahren ging ich in Eichenau zu Margit in die erste Kundalini-Yogastunde und nun ziehe ich mit dieser CD wieder zurück in den Norden. Eine schöne Entwicklung.

Danke an alle, die mich auf diesem Weg begleitet haben.

Ganz lieben Dank an Renate Paramdham Kaur, die so wunderbar singen kann und an Toni, der mit soviel Ruhe und Gelassenheit die Aufnahme ermöglicht hat.

Sat Nam 

 

Dienstag, 17. April 2012

"Seitdem ich Yoga mache, traue ich mir viel mehr zu."

Wahe Guru! Renate Paramdham Kaur und ich haben heute meine Mantramelodien (Sadhana-Mantren für das Wassermann-Zeitalter) in einem Tonstudio aufgenommen! Mit Fell und Sitzkissen unter dem Arm standen wir am Vormittag bei ihrem Bekannten Toni vor der Tür. Er hat ein Aufnahmestudio für den privaten Gebrauch. 

Schon auf dem Weg haben wir uns über die Wirkung vom Yoga unterhalten und Paramdham Kaur hat es wunderbar auf den Punkt gebracht: "Seitdem ich Yoga mache, traue ich mir einfach viel mehr zu." Genauso ist es. Ich glaube, dass liegt daran, dass ich mir weniger Gedanken mache und stadtdessen mehr fühle und dem Leben im Allgemeinen mehr vertraue.

Wir haben vorher nicht groß geplant, wie wir die Aufnahmen genau machen. Wir haben uns hingesetzt mit Ong Namo eingestimmt und los ging es. Dann haben wir ein bisschen ausprobiert und das gemacht, wo wir uns am Wohlsten gefühlt haben. Mal haben wir gemeinsam, mal abwechselnd gespielt. Unsere Stimmlagen haben sich von Mantra zu Mantra immer stärker aufeinander eingestimmt und sind beim letzten Mantra fast zu einer Stimme zusammen geschmolzen. 

Sechs Stunden haben wir gebraucht. Morgen fahre ich noch einmal hin, um Tonis Feinabstimmungen am Mischpult zu unterstützen. Er hat die Aufnahme wunderbar begleitet, obwohl er vom Yoga nicht viel weiß, hatte er kein Problem mit unserem Sitzen auf dem Boden, ewig langen Titeln (z.B. Wahe Guru, 22 Minuten?!) und chanten von Gurmukhi. Wir haben uns vollkommen akzeptiert gefühlt, wir durften sein wie wir sind. Er hat uns keine Vorschriften gemacht.  

Jetzt muss ich nur noch zusehen wie ich bei all diesen wunderbaren Erfahrungen noch nebenbei Umzugskartons packe...

Sat Nam 
 

Montag, 16. April 2012

Yoga - Zauber

Heute habe ich mit Nirankar Kaur aus Schöngeising über die Entwicklung vom Kinderyoga gesprochen. Es ist schon unglaublich, dass bisher jedes Jahr genug Interessierte zusammen kommen um die Ausbildung zur Kinderyogalehrer/in zu machen und dass sich immer mehr regelmäßige Kurse etablieren. Immer mehr Schulen erkennen den Nutzen und erweitern ihr Angebot für die Schüler. Nirankar unterrichtet jetzt sogar eine Gruppe von Lehrern in einer Schule, die mehr über das Kinderyoga erfahren wollen weil sie merken, dass es den Kindern so unglaublich gut tut.

Neulich rief mich eine ehemalige Schülerin von meinem Kinderyogakurs an und berichtete mir stolz, dass sie einen neuen Kurs in Fürstenfeldbruck (ihr neuer Wohnort) gefunden hat. Geleitet wird er sogar von einer Frau mit der ich zusammen die Ausbildung gemacht habe. "Die ist total nett und ich habe jetzt auch ganz viele neue Freunde gefunden!" Das habe ich in meinem Kurs auch beobachtet. Die Verbundenheit zwischen den Kindern hat eine ganz besondere Qualität. Als würden sie sich auf einer anderen Ebene kennen. Dieses Phänomen habe ich in den Erwachsenenkursen auch schon oft erlebt. Mache zusammen Yoga und Du kennst Dich, obwohl Du Dich eigentlich noch gar nicht kennen kannst... 

Manchmal kommt mir Yoga vor wie Zauberei.

Sat Nam

Sonntag, 15. April 2012

Abschiedsstille

Heute waren wir bei Freunden in München zum Abschiedstreffen. Anfangs war es ein normales Treffen, doch zum Schluss hin wurden wir immer ruhiger. Irgendwann saßen wir im Wohnzimmer in mitten der Kinder, umringt von Spielzeug und hatten jede/r ein Kind auf dem Schoß. Es war sehr ruhig und entspannt, fast so als würde die Zeit in Zeitlupe vergehen. Das Bewusstsein über den Abschied war da, aber niemand wollte darüber sprechen. Jede/r wusste, dass es ein besonderer Moment ist und da deren Kinder noch relativ klein sind und eine spontane Reise nach Celle unwahrscheinlich ist und wir zur Zeit auch noch nicht wissen, wann wir wieder nach Bayern kommen, konnten wir uns auch nicht auf einen festen Zeitpunkt in der Zukunft "flüchten" (Motto: Ja, wir sehen uns ja dann im Oktober.). 

Auch wenn es traurig war, war dieser Augenblick der Stille faszinierend. Ähnlich wie bei einer Meditation oder nach einer Yogastunde. Jede/r war in einer persönlichen inneren Ruhe und gleichzeitig waren wir dadurch alle miteinander auf einer Ebene verbunden, die jenseits vom Reden und Denken ist.

Sat Nam 

Samstag, 14. April 2012

Wetter-Yoga

Wo bleibt der Frühling? Das Warten darauf und das emotionale Auslassen (ärgern, traurig oder sogar wütend sein) darüber, dass es so kalt ist, kann man auch als Herausforderung sehen. Wie in der yogischen Philosophie geht es um das "keep up". Ich kann es nicht ändern, nur durchhalten bis es besser wird. Dazu gibt es den Yogaspruch: "Halte durch und Du wirst gehalten."

Wenn ich bei einer anstrengende Yogaübungen (z.B. die Arme seitwärts mehrere Minuten lang halten), länger durchhalte als ich eigentlich gedacht hatte, liegt es meistens daran, dass ich im inneren eine Zustand finde in dem ich ohne Urteil bin. Ich muss nicht kämpfen, ich bin einfach und halte den Moment, am Besten in dem ich lang und tief atme.

Ich kann genervt sein über das Wetter oder ich nehme es an wie es ist. Ich verbinde mich mit dem wahren Kern in mir, der unabhängig ist vom Sonnenschein. Wie die bedingungslose Liebe. Egal ob meine Kinder lachen oder weinen, ich liebe sie immer.

Oder ich mache es wie meine Kleine. Die zieht konsequent Sommerkleider an, nur mit dem Unterschied, dass sie Pullover darunter zieht und dazu dicke Leggings mit Winterstiefel....

Sat Nam

Freitag, 13. April 2012

Bärengriff tut gut

Da sich bei mir in dieser Jahreszeit ein bisschen der Heuschnupfen meldet und die Zeit im staubigen Keller beim Packen nicht gerade förderlich dafür ist, entschied ich mich heute Morgen für eine Kryia für das Immunsystem. In der einen Übung hielt ich den Bärengriff (Hände in einander verschränken und vor die Brust halten, beim Einatmen die Hände auseinander ziehen) und spürte wie es auf einmal in meinem Herzchakra "knackte", so als hätte sich eine Tür geöffnet. Ich konnte plötzlich viel tiefer Durchatmen und mein Juckreiz in den Augen war wie von Geisterhand verschwunden. Ich laß den Kommentar zu der Übung durch: "Diese Übung hilft besonders bei Allergien." 100 Punkte!

Ich war so begeistert von der Wirkung, dass ich mehrmals am Tag den Bärengriff übte. Diese Energie konnte ich gut für das Packen der Kartons nutzen, es fiel mir viel leichter als gestern und ich war viel schneller. Es kommt ein wenig Routine und machte daher sogar richtig Spaß.

Jetzt bin ich aber auch ganz schön geschafft. "Nebenbei" laufen die anderen Dinge wie Einkaufen, Essen kochen, Kinder kuscheln, Kinder beruhigen, Kinder erziehen... schließlich auch noch. Obwohl die Große heute eine sehr gute Hilfe war, sie wischte alle leeren Schränke aus und sang dabei mit mir Yogalieder.

Sat Nam

 

Donnerstag, 12. April 2012

Gedankenmüll

Puh, heute habe ich sehr viel Zeit im Keller verbracht und Kartons gepackt. Dabei entdeckte ich noch große Mengen für den Wertstoffhof. Es ist anstrengend sich mit den Krimskrams-Ecken auseinander zu setzen. Das Gefühl danach ist befreiend, aber das Angehen kostet Überwindung. Es ist unglaublich, was sich alles im Laufe der Zeit ansammeln kann. 

Leichter viel es durch die Yogamusik, die ich extra nach unten getragen hatte. Mit Mantren wie Sat Siri Akaal (als Marschmusik zum Durchhalten) oder Hari Gobinde (befreit von Altlasten) ging es wesentlich einfacher. Im Grunde genommen sind es nur Gedankenmuster, die mich von der Tatkraft und Freude abbringen: "Oh, nein, die Ecke auch noch" oder "Wo soll das im neuen Haus bloß alles hin?" oder "Das haben die anderen (Kinder, Ehemann) hier so blöd hingeräumt, warum soll ich das jetzt entsorgen" oder "Und wenn ich das doch noch einmal gebrauchen kann?

Gedankenmüll und tatsächlicher Müll haben doch viel gemeinsam... ;-)

Sat Nam


Mittwoch, 11. April 2012

gute Nerven und Atmen

Nachdem ich gestern Abend etwas unruhig wurde und nicht so zügig wie sonst einschlafen konnte, nahm ich mir heute Morgen das Set für ein gutes Nervensystem aus Hari Jiwan Singhs Buch vor. Danach spürte ich viel stärker wann ich mich gerade selbst in den Streß manövrierte. Es war richtig unangenehm zu spüren, wann ich sehr flach atmete und mein Gesäß anspannte als wäre ich auf der Flucht.

So sehr mich dieses höhere Bewußtsein nervte, so sehr half es mir aber auch da heraus zu kommen. Ich atmete tiefer und entspannte meine Muskeln gezielter. Was mir besonders hilft, ist den Atem für einige Sekunden anzuhalten. Um dies zu tun muss ich zuerst tiefer Einatmen, was bereits ein guter Effekt ist, und durch das Anhalten komme ich stärker in Kontakt mit dem Moment. Wenn ich dann wieder ausatmen, lasse ich automatisch stärker los. 

Ich konzentrierte mich auf den Moment, machte mir bewusst was als nächstes zu tun ist und rief bei der Umzugsfirma an. Die Luftpolsterfolie war bereits gestern verbraucht und ich wollte Nachschub ordern. Wie sich dann herausstellte, hatte ich zuviel gemacht. Das Einpacken von Bildern, Spiegeln, etc. ist im Festpreis mit enthalten! Einerseits ärgerte ich mich ein wenig über die vergeudete Energie von gestern Abend, andererseits freute ich mich, dass ich wirklich nur die Sachen aus den Möbeln in Kartons räumen muss und keine sperrigen Sachen verpacken muss.... 

Wirklich sehr effektiv das tiefe Atmen.

Sat Nam

Dienstag, 10. April 2012

Nur tun, was zu tun ist

Heute war ich mit den Kindern bei Kalyan Kaur. Es war ein sehr angenehmer Nachmittag mit leckerem Kuchen, selbst gemachten Erdbeereis und sehr schönen Gesprächen. Kalyan hat ein riesengroßes Herz für Kinder und es ist eine Bereicherung für die Welt, dass sie Kinderyogakurse gibt. Wunderbar finde ich ihre Idee langfristig einen Hühnerstall umzubauen in einen "Yoga-Stadl", was für ein toller Einfall! Vor meinem inneren Auge konnte ich ihre Visionen ganz klar sehen und ich freue mich schon jetzt auf die Eröffnung!

Auf der Rückfahrt wurde mein Herz ganz schwer, weil ich wieder Abschied nehmen muss und als ich dann auch noch einen klaren Blick auf die Alpen hatte, stiegen erst recht die Tränen in meine Augen... 

Zu Hause gab ich mir nach dem Abendbrot einen Ruck und fing an die Bilder im Wohnzimmer in Luftpolsterfolie einzuwickeln. Dass hat mehr Zeit gebraucht, als ich dachte... Eine kleine Panik stieg in mir auf. Oje, wie soll ich dass nur alles schaffen? Ich will möglichst viel vorher schaffen, da am letzten Wochenende vor dem Umzug noch Yoga-Ausbildung ist. Es geht um das Thema Nerven und Stress. Das Thema überhaupt. Hoffentlich komme ich nicht deswegen in Stress .... 


Dabei hilft mir immer folgender Satz: Tue das, was zu tun ist. Am Abend lege Dich ins Bett und schlafe. Am nächsten Morgen stehe auf und tue wieder nur das, was gerade zu tun ist....


Sat Nam

 

Montag, 9. April 2012

Prioritäten setzen können

Heute waren wir zum Aschiedsbrunch bei einer befreundeten Familie. Die Frau sah sehr entspannt aus, was früher viel seltener war. Ich sah sie an und musste daran denken, was sie mir vor einiger Zeit gesagt hatte: "Gestern war ich bei Margit zum Yoga und es hat mir wieder soooo gut getan. Ein paar Monate hatte ich Pause gemacht und ich frage mich: Wie konnte ich nur so blöd sein? Wie konnte ich solange etwas nicht machen, was mir so gut tut?" Das war so süß und ehrlich ausgedrückt...

Oft weiß ich genau, was mir gut tut und tue es trotzdem nicht. Ein menschliches Phänomen. Vielleicht brauche ich erst einmal die Erfahrung, wie es ohne dieses Gute ist, damit mir bewusster wird, wie sehr ich es mag. Dann kann ich mich zukünftig viel stärker dafür einsetzen, weil ich weiß, wie wichtig es mir ist. 

Sat Nam

Sonntag, 8. April 2012

Ab nach hinten

Seit ein paar Tagen mache ich das Nieren-Set aus dem Buch von Hari Jiwan Singh. Es tut wirklich sehr gut. Mir ist im Alltag aufgefallen wie sehr entspannend es ist wenn ich mich zurücklehne. In einigen Übungen ist diese Haltung notwendig und hat sich in mir "abgespeichert". Das Lehnen nach hinten ist im Stehen und im Sitzen möglich. In beiden Positionen werde ich angeregt tiefer durchzuatmen und damit die Muskeln in der Nierenregion besser zu entspannen. Sie werden dort besser durchblutet und können die Arbeit der Nieren unterstützen. 

Von der psychischen Seite werden Nieren dem Thema Partnerschaft zugeordnet. Wobei es nicht um die eigene Partnerschaft gehen muss, sondern generell der Umgang mit Mitmenschen gemeint ist (Näheres siehe: http://www.horstweyrich.de/luw/nieren.htm ). Das passt gut zusammen:

Wenn ich mich in einem Gespräch mit einem anderen entspannt zurücklehnen und damit aufmerksam zuhören kann, habe ich es leichter als wenn ich mich vielleicht sogar aggressiv nach vorne beuge und auf den anderen einrede. 

Körpersprache kann wunderbar sein.

Sat Nam

Samstag, 7. April 2012

Erfahrungen erleben

Die Kinder sitzen mir gerade gegenüber und spielen mit dem i-pad ein tolles Spiel. Es zeigt berühmte und schöne Kunstwerke, z.B. von Franz Marc "Die gelbe Kuh". Dazu gibt es kleine Quizfragen (z.B. Marc und sein Künstlerfreund Kandinsky wollten sich nicht vorschreiben lassen, wie man zu malen habe, zusammen gründeten sie eine Künstlergruppe, weißt Du wie sie heißt? - Der blaue Reiter), interaktive Suchspiele wo auf besondere Merkmale eines Gemäldes hingewiesen wird ("Suche die rote Kuh.") und besonders schön ein Puzzle des Bildes. Mit den Fingerkuppen ziehen sie die Teile an die richtige Stelle und freuen sich, wenn alles zusammen ist. Zum Schluss können sie sogar noch mit ihren Fingern (wie mit Fingermalfarbe) selbst Bilder malen mit interessanten Anweisungen ("Male eine rote Kuh mit gelben Flecken!"). 

Das hat mich an zwei Sätze von einer Kundalini-Yoga-Webseite erinnert:

 Das Fischezeitalter war:
“Ich will Wissen, zeige mir den Weg”

Das Wassermannzeitalter ist:
“Ich weiß, gebe mir die Erfahrung”

Das reine Wissen reicht nicht mehr aus. Die Erfahrung und damit das eigene Tun zählen, was auch ein Grund für den enormen Yoga-Zulauf ist. Ich weiß, das Entspannung wichtig ist, nur wie mache ich das genau? Das will ich gerne erleben und spüren. Nur ein Buch darüber zu lesen reicht nicht. 

Also, ab auf die Yogamatte!

Sat Nam   





 

Freitag, 6. April 2012

Wahe Guru

Heute Morgen beim Yoga dachte ich an die CD mit den eigenen Mantra-Melodien, die ich noch aufnehmen wollte. Derjenige, der dass eigentlich mit mir machen wollte, hat zu wenig Zeit. Da ist mir eingefallen, dass ich gestern bei Renate Pharamdham Kaur saß und mit ihrem Mann über Musik gesprochen hatte. Vielleicht weiß der jemanden! Nach dem Frühstück rief ich bei ihr an und das unglaubliche Schicksal nahm ihren Lauf.

Pharamdham Kaur selbst kennt jemanden, der sogar ein Tonstudio hat, in der Nähe wohnt und viel Zeit hat! Während des Gesprächs fiel mir ein, dass ich es am liebsten gemeinsam mit ihr einspielen würde. Erst da erfuhr ich, dass sie sogar bereits Gesangsstunden genommen hatte und sie auch Lust hat, die Mantren einzuspielen. Wie wunderbar! Eine Woche vor dem Umzug ist es soweit. Wir gehen ins Studio und nehmen Yoga-Mukke auf!

Wahe Guru!

Ich bin jetzt schon total aufgeregt.

Sat Nam

Donnerstag, 5. April 2012

Im Moment traurig sein dürfen

Zwischendurch bin ich doch schon ganz schön traurig, dass wir bald von hier wegziehen. Besonders nach so schönen Abenden wie letzten Samstag, schönen Nachmittagen wie gestern bei Dayajot Kaur oder heute bei Renate Pharamdham Kaur.... Besonders wenn der Abschied so in greifbare Nähe rückt und eine Stimme am Telefon sagt: "Am Dienstag bringen wir dann die Umzugskarton vorbei." Der Alltag ist hier so wunderbar eingespielt. Jederzeit bin ich bei Freunden willkommen und kann mich entspannen. 

Ich will es mir auch nicht schön reden oder zwanghaft nach vorne blicken. Ich will es auch nicht weg drücken indem ich mir die Zukunft rosa vorstelle. Nein, ich will auch einfach mal traurig sein und sagen: Ja, es tut weh, weil ich hier eine schöne Zeit hatte. Punkt.

Das Komische ist, dass genau dann, wenn ich das so denke, sage und fühle, ich alle Tränen, Wut und was auch immer dann kommt, zulasse, es sich bald besser anfühlt. So als würde meine Seele sagen, ja, nehme das vollkommen wahr, denn erst dann kann es wirklich mit Haut und Haar weitergehen. 

Der Satz "Sei im Jetzt - bleibe im Moment" ist nicht nur während einer Yoga-Meditation besonders wirksam, er hilft auch in einem Krisenmoment.

Eigentlich ganz einfach...

Sat Nam

Mittwoch, 4. April 2012

Emphatie von Kindern

In letzter Zeit hatten wir immer wieder Diskussionen mit meiner Kleinen bald 5jährigen Tochter. Immer wenn die Große (bald 8jährige) sich mal weh getan hat oder krank war, fing die Kleine auch gleich an, dass ihr ebenfalls z.B. der Fuß weh tut. Die Große war dann immer empört und ich musste dann gleichzeitig zwei Kinder trösten. Irgendwann ist mir aufgegangen, dass die Kleine einfach sehr emphatisch ist. Wir hatten schon einige Erlebnisse, wo sie z.B. wusste, dass eine Frau schwanger ist, obwohl wir es ihr noch gar nicht gesagt hatten (der Bauch war natürlich noch nicht zu sehen). 

Bei nächsten Wutanfall der Großen: "Nein, ich habe mir den Fuß verknackst, nicht Du!" Habe ich dann eingegriffen und gesagt: "Sie spürt nur Deinen Schmerz in ihrem Körper. Das ist alles." Und der Kleinen habe ich es auch so erklärt, dass es ein Unterschied ist, ob es der eigene oder der fremde Schmerz ist. Das hat für viel Entspannung gesorgt. 

Gestern Abend rief die Kleine von oben zu mir: "Mama, ich fühle, dass Dein Bauch weh tut." Ich war erstaunt, hatte zwar ein leichtes Grummeln im Bauch, aber fand ihre Darstellung übertrieben. Mitten in der Nacht bin ich aufgewacht und hatte Bauchschmerzen. Ich konnte nicht schlafen, weil es so unangenehm war. Mir war richtig übel. Ich stand auf und machte das Yogaset für einen gesunden Magen von Hari Jiwan Singh (Thomas Wesselhöfft) aus seinem Buch über Kundalini-Yoga. Bis jetzt (toi, toi, toi - ich schlage dreimal auf Holz) sind die Magenschmerzen nicht wieder aufgetaucht.

Sat Nam