Mittwoch, 29. Februar 2012

Frühjahrsmüdigkeit

Heute Morgen habe ich verschlafen. Es blieb nur noch Zeit für die Meditation. Für einen kurzen Moment habe ich mich geärgert, dann dachte ich, wenn Du jetzt wegen Yoga in Stress gerätst, ist das doppelt verkehrt... Am Vormittag kam Sabine zum Sat Nam Rasayan vorbei, was sehr schön war und doch hatte ich keine Gelegenheit mein Yogaset zu machen.

Am Nachmittag hatten meine beiden Kinder jeweils eine Freundin zum Spielen eingeladen. Ich zog mich zurück und begann mit der Yogaübungsreihe, neugierig dachte ich, mal sehen, was passiert. Und wieder ein kleines Wunder. Erst als ich nach einer Stunde fertig war, ging es los mit den Forderungen: "Kann ich was trinken? - Dürfen wir was Süßes? - Dürfen wir raus? - Wir wollen wieder rein! - Ich muss aufs Klo..." 

Doch heute Abend werde ich früh ins Bett gehen, für die Umstellung von den Minusgraden ins frühlinghafte Wetter braucht mein Körper mehr Schlaf. Die Frühjahrsmüdigkeit hat ihren Sinn. Wikipedia meint dazu:
  "Wenn im Frühjahr die Tage länger werden, stellt der Körper den Hormonhaushalt um. Es werden verstärkt Endorphin, Testosteron und Östrogen ausgeschüttet. Diese Umstellung belastet den Körper stark; er reagiert mit einem Müdigkeitsgefühl......
Gegenmaßnahmen: 
Ernährung: Empfohlen werden viel Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornbrot und leicht verdauliche Proteine. Mehrere kleine Mahlzeiten statt weniger großer helfen ebenfalls, da große Mahlzeiten den Körper zusätzlich träge machen.
Außerdem sollte man den Tagesrhythmus nach der Sonne richten: früh aufstehen und früh zu Bett gehen. Dies sorgt dafür, dass Serotonin ausgeschüttet und Melatonin abgebaut wird. Regelmäßige Spaziergänge im Freien und Sport helfen ebenfalls...."

In diesem Sinne: Gute Nacht!

Sat Nam
 

Dienstag, 28. Februar 2012

Putzen

Die Kleine ist bei einer Freundin zum Spielen und muss erst in einer Stunde abgeholt werden. Die Große hört in ihrem Zimmer ein spannendes Hörspiel. Ich sitze in der Küche und genieße einen Yogitee. Ein schöner entspannter Moment. Doch plötzlich rufen Gegenstände nach mir: "Putz mich!" - "Wisch mich ab!" - "Räum' mich auf!" STOP! Sat Kirin Kaur drücke ich auf dem i-pod und genieße den Rhythmus . . . Adi shakti singen wir und ich putze meine Seele. Aufgeräumt und gereinigt atme ich tief durch. Sat Nam

Montag, 27. Februar 2012

I am the light of the soul ...

Heute hatte uns nach den Ferien der Alltag gleich wieder fest im Griff. Auf die Uhr schauen war wichtig. Pünktlich in die Schule und in den Kiga, pünktlich vom Kiga abholen... pünktlich mit Abendbrot beginnen, pünktlich ins Bett.... Mittendrin seufzte ich und dachte, ja der tägliche Trott und dann kam meine "nur der Pudding hört mein Seufzen" - Stimme: "Immer hängt alles an mir, ich muss ständig aufpassen, dass nicht getrödelt wird. Immer muss ich den Druck machen...." 

In dem Moment ertönte aus meinem i-pod (der auf Zufall geschaltet war) das Mantra "I am the light of the soul -  I am bountiful - I am beautiful - I am bliss - I am - I am" gesungen von Gurudass Kaur und ich hielt inne. Ich erinnerte mich an das Woman's Camp im letzten Jahr, wo wir das Mantra gesungen und uns daran erinnert haben, wie wundervoll wir Frauen sind. Mir wurde ganz warm ums Herz und ein paar Tränen stiegen hervor. Wir brauchen nichts leisten, Pläne erfüllen oder Kriege führen. Es reicht wenn wir einfach sind wie wir sind. Es ist eine Schande, dass wir Frauen uns so wenig selber wertschätzen und anerkennen.

Ich muss überhaupt keinen Druck machen. Es reicht vollkommen, wenn ich in mir Ruhe, die Uhr im Blick habe und an bestimmte Zeitpunkte erinnere. Das geht auch sanft und trotzdem klar. Das ist wirklich weiblich.

Sat Nam    

Sonntag, 26. Februar 2012

Kleinigkeiten für mehr Gesundheit

Seitdem wir am letzten WE über die Wirbelsäule gesprochen haben, denke ich oft an die Skizze über ihren kurvenreichen Verlauf nach. Viel häufiger achte ich auf die Nackenschleuse, senke mein Kinn leicht zur Brust und ziehe das Kinn etwas nach hinten. Immer öfter spüre ich wie sich dann meine Schultern besser entspannen können. Und auch der untere Rücken kann stärker in seine natürliche Form gehen. Es ist im Grunde genommen nur eine kleine Änderung in der Haltung, die sich aber durch den ganzen Körper zieht. So als wären alle Wirbel wie Dominosteine hintereinander aufgebaut, wenn sich der eine in eine bessere Position stellt wirkt es bis zum Ende der Reihe. 

Auch die Übung, die Hari Jiwan Singh uns empfohlen hat, ist sehr effektiv. Ich hebe jeden Morgen mein rechtes Bein 10mal im Liegen gerade auf und ab. Wenn ich mich danach hinstelle, merke ich, dass ich anders stehe. Mein Becken ist weniger schief, meine Wirbelsäule freut sich. Auch nach Autofahrten wende ich die Übung im Stehen an. 10mal das Knie gerade hochziehen und schon kann sich die Hüfte entspannen.

Durch das Yoga habe ich schon viele kleine "Tricks" kennengelernt, wie ich meinem Körper Gutes tun kann ohne großen Aufwand: Kaltes Duschen für den Kreislauf, Nasendusche für bessere Atmung und Bein heben für die Wirbel. Keine großen Sachen, aber sehr wirksam. Besonders freue ich mich, dass ich dieses elementare Wissen meinen Kindern weitergeben kann und ich hoffe, dass sie damit mehr Gesundheit haben und haben werden.


Sat Nam

 

Samstag, 25. Februar 2012

die unglaubliche Kraft

Heute kam mir ein Gespräch mit Jan-Owe in den Sinn. Er studiert und meint, dass es gar nicht so einfach ist, Freunde zu finden, die nicht kiffen oder viel Alkohol trinken... Ich verstand ihn und meinte, dass er dann selbst anfangen müsste. Sich treu bleiben und darauf vertrauen, dass dann schon die "richtigen" Freunde kommen werden. 

Diesem Prinzip begegne ich immer wieder. Ich fühle und spüre das etwas ganz Bestimmtes gut und richtig ist, doch mein Gegenüber lehnt das ab. Auch wenn es weht tut, gibt es keinen besseren Weg als dem eigenen wahrhaftigen Weg treu zu bleiben und darauf zu vertrauen, dass das "Gute" gewinnen wird. Ohne Streit und Drama. Ruhig und stark bleiben ist gefordert. 

Ich glaube sogar, dass wir Frauen das ganz besonders gut können. Dadurch dass wir Kinder gebären und aufziehen können, haben wir die Kraft für bedingungslose Liebe. Wenn wir anders wären, würde alles zusammenbrechen. Wenn wir ein Baby auf dem Arm halten würden und denken, oh, das hat aber eine schiefe Nase, das finde ich "blöd", dann könnte dieses Kind kaum überleben. Stadtdessen halten wir es fest und überschütten es mit unserer Liebe. Egal ob es schreit oder brüllt, wir lieben es ganz und gar. Wir können darauf vertrauen, dass alles gut ist, dass alles gut wird und wir alles für dieses Wesen tun werden. Was für eine unglaubliche Kraft! 

Wenn der Partner in Ängsten gefangen, genervt und ungerecht ist, dann können wir ruhig bleiben und uns mit unserer tiefen Urkraft verbinden. Und wenn wir mit dieser Energie verbunden sind, wissen wir, was zu tun und zu lassen ist. Dann wird alles klar. 

Sat Nam   

Freitag, 24. Februar 2012

Vorfreude

Heute meint der Teddy es sehr gut mit uns. Das Thermometer zeigt auf der Terasse 21 Grad an! Ich sitze draußen, höre die Vögel zwitschern, die Kindern lachen auf der Schaukel und ich tippe auf den i-pad. Wenn ich nicht heute Morgen auf den Kalender geschaut hätte, würde ich denken, es ist Frühlingsanfang... Der Himmel ist strahlend blau, kein Wölckchen zu sehen, eine leichte frische Brise weht um die Nase und in mir ertönt Wahe Guru! Der erste warme Tag in einem Jahr ist doch immer wieder etwas besonderes. Die Freude auf den Frühling steigt. Und gleich holen wir auch noch Ralf vom Flughafen ab, der heute ausnahmsweise früher nach Hause kommen kann. Die Kinder sind schon ganz aufgeregt und fragen ständig, wann es los geht. Ich glaube, wir müssen zur Beruhigung ein paar tiefe Atemzüge durch unsere linken Nasenlöcher ziehen ... Sat Nam

Donnerstag, 23. Februar 2012

Trotzphase

Unsere Meditation, die wir als Hausaufgabe bekommen haben, ist spannend. Während der ersten Tage kamen mir Sätze wie "Ja, natürlich hast Du ein Recht glücklich zu sein - Jeder hat das." oder "Nehme Dir den Raum, der Dir zusteht, es nützt niemanden, wenn Du Dich klein machst oder glaubst, etwas nicht verdient zu haben". Aber heute Morgen schlug es in eine andere Seite um: "Das ist doch alles totaler Humbug!" Ich musste schmunzeln. Es kam mir vor wie die Stimme eines trotzigen Kindes, dass Schoko-Eis will, aber "nur" Vanille-Eis bekommt. Schön war, dass ich dies als Trotzkind wahrnehmen konnte und nicht ins Grübeln kam ("Ja, vielleicht ist das wirklich alles Unsinn.").

Eben saß ich mit Jan-Owe auf dem Teppich und erklärte ihm eine bestimmte Meditation. Es interessierte ihn und ich kopierte ihm die Anleitung. Beim Erklären habe ich gespürt, wie tief ich bereits in der Ausbildung bin. Ich konnte es mit einer Selbstverständlichkeit erklären, die ich vorher nicht hatte. Die Kompetenz hat sich einfach so entwickelt, ohne dass ich es bewusst gemerkt habe. Er hatte auch ein paar Probleme mit der Haltung und ich "wusste", nachdem wir uns eingestimmt hatten, sofort wie er es positiv ändern konnte. Das war eine schöne Erfahrung.

Sat Nam

Mittwoch, 22. Februar 2012

Teddy war mit

Heute haben wir zusammen mit einem Freund aus Norddeutschland einen Ausflug in die Berge gemacht. Wir waren in Lenggries (bei Bad Tölz) zum Rodeln. Wir haben uns ganz spontan nach dem Frühstück dazu entschieden, haben einmal kurz ins Internet geschaut, wo wir mit Kindern gut rodeln können, Brotzeit + Schlitten eingepackt und dann ging es los. 

Ich hatte mir vorgenommen die Entspanntheit aus dem letzten Yogawochenende mit in diesen Ausflug zu nehmen. Einfach nur im Jetzt sein ohne Überlegungen wie "wird dort auch wirklich Schnee liegen, werden die Kinder mitmachen, wird sich Jan-Owe mit den Kindern verstehen, werden wir einen Parkplatz bekommen, wird das Essen auf der Almhütte schmecken,.... etc." Immer wenn ein Gedanke in dieser Art kam, atmete ich tief durch und besann mich wieder auf den Moment. 

Passend dazu lief im Radio ein bayrisches Lied mit dem Titel "I bin oa Momentensammler". Ich musste schmunzeln und dann begannen die Wunder:
- An der ersten Zieladresse fanden wir außer einem verlassenen Bauernhof nichts vor. Wir blieben ruhig, fuhren etwas herum und sahen eine ebenfalls etwas hilflos umher laufende Frau. Sie kannte unsere genannte Rodelbahn nicht, dafür aber eine andere und die liegt "zufällig" an dem Platz, wo sie hin will, aber nicht weiß, wie sie da direkt hinkommt, was wir aber "zufällig" wussten.  
- Wir fuhren zum Hauptsessellift in Lenggries an zahlreichen geparkten Autos vorbei. Kurz dachte ich, oje, hier finden wir nie einen Parkplatz, dann schob ich den Gedanken beiseite und dachte, JETZT bringen wir erst einmal die Frau dorthin, schauen ob daneben die Rodelbahn ist und dann sehen wir weiter. Wir setzten sie direkt vor dem Lift ab, ich drehte um und erspähte "zufällig" einen perfekten Parkplatz.
- Wir packten unsere Sachen und gingen zum Lift, folgten dem Schild zur Rodelbahn und standen vor der Skipiste. Häh? Wir drehten uns um und sahen "zufällig" einen Mann mit einem Jungen auf dem Schlitten, der natürlich genau wusste, wo wir lang mussten....


Das waren alles keine Riesenwunder, aber diese vielen kleinen Wunderchen trugen entschieden dazu bei, dass wir einen sehr entspannten und harmonischen Tag hatten.


Danke, lieber Teddy.


Sat Nam


 

Dienstag, 21. Februar 2012

Kosmischer Teddy

Heute Vormittag holte Dayajot Kaur meine Kinder ab zum Spielen mit ihren Kindern und damit ich in Ruhe genesen kann. Ein wunderbarer Service! Und dann kam auch noch Renate Paramdham Kaur und brachte mir Blumen und die Herzübungsreihe vom Wochenende zum Einscannen vorbei. Kein Wunder, dass es mir da schon wieder gut geht.

Beim Blättern in dem Heft für die Übungen für das Herzzentrum entdeckte ich einen Hinweis auf den kosmischen Teddy: Wenn Du Probleme hast, Dir die Kraft des Universums vorzustellen, dann denke an einen großen Teddy, der Dich trägt und es gut mit Dir meint. 


Da fühlt Frau sich doch gleich geborgen ...

Sat Nam

 

Montag, 20. Februar 2012

Zwangsruhe

Leider ist der Kelch, den die Kinder ins Haus gebracht haben, nicht an mir vorbei gegangen. Gliederschmerzen, Kopfweh und Schüttelfrost zwingen mich zur Ruhe. Trotzdem hält die getankte Energie vom Wochenende, denn ich kann die Situation annehmen. Es gab eine Zeit, da habe ich mich in solchen Momenten stark der Analyse hingegeben. Warum gerade jetzt? Warum ich? Wie hätte ich das Verhindern können? Wer ist Schuld? ... Das brauche ich Gott sei Dank nicht mehr. Es ist einfach so, wie es nun einmal ist und geht es vorüber. Das Gute ist, dass die Kinder wieder fit sind und sehr viel Rücksicht auf mich nehmen. Sie malen Bilder für mich, retten alleine Spinnen aus der Wanne und erwarten kein Entertainment von mir. Besonders in solchen Momenten fällt mir auf wie süß und selbständig sie sind. Sat Nam

Sonntag, 19. Februar 2012

Ein weiterer Höhepunkt in der Ausbildung

Dieses Ausbildungswochenende ist ein weiteres für die Rubrik "highlights". Wir haben viel über Anatomie im Bereich Herz-Kreislauf und Atmung gelernt. Der Unterschied zur Schule, wo man meist nur stupide irgendwelche Bezeichnungen auf Skizzen schreiben musste, lag in der praktischen Anwendung. 

Nach jeder Erklärung führten wir eine Übung durch um zu spüren, was mit der Theorie gemeint ist. Zum Beispiel fühlten wir beim Einatmen, Atem anhalten und Ausatmen gleichzeitig unseren Puls, nahmen die Veränderungen war und schauten uns auf dem Schaubild an was genau passiert. Das Wichtigste dabei ist, dass wir lernen durch welche Yogaübung wir z.B. den Blutdruck positiv beeinflussen können. 

Das einzige was im Moment unangenehm ist, dass ich mich (Achtung Hanna: Jetzt bitte nicht weiterlesen!) nicht so gut fühle. Die Kinder hatten die letzten Tage grippale Infekte, ich habe deshalb seit fünf Nächten nicht mehr durchschlafen können und nun fühle ich mich etwas angeschlagen... Vielleicht ist es aber einfach nur ein bisschen Müdigkeit.

Gleichzeitig bin ich aber auch sehr glücklich, dass das Sadhana heute Morgen so gut gelaufen ist. Ich habe das 2,5 Stunden-Programm geleitet und bei den Mantren die Melodien mit Gitarre vorgespielt. Das war das erste Mal, dass ich das alles komplett gemacht habe und es hat sehr viel Spaß gemacht in dieser tollen Gruppe.

Sat Nam

 

Samstag, 18. Februar 2012

Ausbildung Grundkurs 2

Das war ein sehr interessanter Ausbildungstag mit Hari Jiwan Singh (Thomas Wesselhöft). Morgen um 5.30 Uhr werde ich das erste Mal das Sadhana anleiten... Morgen Abend berichte ich mehr. Sat Nam

Freitag, 17. Februar 2012

Pleiten, Pech und Pannen

... habe ich heute in der Kinderyogastunde erlebt. Wer möchte, durfte verkleidet kommen. Ich hatte angekündigt, dass wir ein bisschen Faschingsyoga machen werden. Leider waren die Große und die Kleine krank. Halsweh und fiebriger Infekt ließen sie ins Sofa sinken. Sie meinten aber, ich könne Yoga machen, sie könnten sich in der Zeit einen Film ansehen. Da sie außer Sonntags ("Sendung mit der Maus") kein Fernseh schauen, war ich als Ausnahme einverstanden. Leider entschieden sie sich für einen Film ("Tobias Totz und der Löwe"), den ich nicht kannte und der mir harmlos erschien (Freigegeben ab 0 Jahre).

Die Yogakids waren von Anfang an aufgedrehter als sonst. Zum einen natürlich weil es heute Zeugnisse gab und die Ferien vor der Tür stehen und zum anderen weil sie verkleidet waren und ich den Raum mit Luftschlangen dekoriert hatte. Es war eben etwas anders als sonst. Doch diese Energie geriet etwas in Schieflage. Ein Kind machte nun entweder nicht mit oder machte einfach etwas anderes. Begründung: "Heute ist doch schließlich alles anders!" Dies animierte natürlich einige andere. Es blieb schon alles im Rahmen, aber es war anstrengend, da ich aufpassen musste, dass es nicht aus dem Ruder lief. 

Ich bestand auch auf eine Entspannungsphase und genoss den Moment des Durchschnaufens. Leider wurde sie laut und hemmunglos unterbrochen. Die Kleine kam laut weinend und zitternd die Treppe hoch. Ich ging ihr irritiert entgegen. "MAMA! Der Film ist so gruselig, so schrecklich... Uah... Uah..." Die Große kam hinterher und schimpfte. Die Leute, die diesen Film gemacht haben, sollte man ins Gefängnis sperren! Oje, die Emotionen überschlugen sich. Beide bekamen erst einmal Notfallbonbons und Kuscheleinheiten. Die Große legte sich dann hin und die Kleine wollte mit in die Yogastunde, setzte sich auf meinen Schoß und bekam wieder bessere Laune als wir "Ich bin glücklich - Ich bin gut" sangen.

Es waren eben alles anders heute...

Sat Nam 

Donnerstag, 16. Februar 2012

Adi Shakti im Schnee

Heute habe ich etwas gegen das Schneemannpatriarchat getan:



Adi Shakti - Adi Shakti - Adi Shakti - Adi Shakti - Adi Shakti - Adi Shakti 

Es hat unglaublich Spaß gemacht sie zu bauen. Der Schnee klebte wunderbar und die Plus-Temperaturen sind nach der Frostphase eine echte Wohltat.

Nur noch zweimal Schlafen, dann geht der nächste Ausbildungsblock weiter!

Sat Nam

 

Mittwoch, 15. Februar 2012

Glaube an Wunder

Renate-Paramdham Kaur hat mir eine schöne e-mail geschrieben. Sie hat auch ein Wunder erlebt. Sie vermisste ihren Schlüssel und beim Schneeschippen dachte sie an ein Schlüsselwunder und beim x-ten mal Schneeschaufeln blickte sie im richtigen Moment in die Hecke, wo er sich verfangen hatte. Eine Schippe später wäre er von den Schneemassen vergraben worden... Sie dachte reflexartig SAT NAM und freute sich natürlich sehr, vor allem weil sie auch an Wunder und Intuition glaubt. 

Ich habe heute einen orangefarbenen Glasstein verloren. Er hing an einer Kette um meinen Hals und nachdem ich die Kleine mit Schlitten in den Kiga gebracht hatte, stand ich zu Hause in der Garderobe und hielt nur noch meine geöffnete Kette in den Händen... Ich wünsche mir ein Glassteinwunder! Er ist nicht besonders teuer gewesen, aber wir haben ihn zusammen während eines schönes Urlaubs gekauft und ich mag seine Farbe und Form wirklich sehr. Er passt auch so wunderbar zu meinem orangefarbenen Kopftuch.

Es wäre sehr schön, wenn ich ihn wiederfinde würde, vielleicht leuchtet er mich wenn der Schnee schmilzt auf dem Weg funkelnd an. Vielleicht findet ihn aber auch ein kleines Mädchen, das gerade traurig ist und das durch den Stein Trost findet... Wer weiß schon, was das Universum so im Schilde führt. Hauptsache der Glaube an Wunder bleibt erhalten!

Sat Nam

Dienstag, 14. Februar 2012

Druck und Wunder

Am Samstag kam eine letzte Mahnung der Firma Webtains, bei der ich angeblich einen Vertrag zu einer kostenpflichtigen Routen-Planung als Jahresabo abgeschlossen habe. Ralf sagte vorwurfsvoll: "Was hast Du denn da wieder gemacht?" Ich wurde unsicher und grübelte, wo ich wann etwas abgeschlossen habe. Es nervte mich und ich musste mich bewusst zentrieren damit ich gelassen bleibe.

Heute Morgen während meiner Meditation ist mir bewusst geworden wie sehr mich dieses Schreiben ärgert. Dann machte ich die zweite Meditation, die mir Guru Dev empfohlen hatte zur Erdung. 21 Minuten lang sitze ich mit verschränkten Armen (allerdings greifen die Hände um die Ellenbogen) und lausche dem Mantra "Har Singh, Nar Singh" von Niranjan Kaur. Ich wurde merklich ruhiger. Mir wurde klar, ich muss das irgendwie in Ordnung bringen. Und ich muss anfangen, etwas zu tun. Am Besten rufe ich da an und sage denen, was das für eine unverschämte Forderung ist. Aber ich will kein stressiges Telefonat. Ich werde einfach sagen, dass das wohl ein Missverständnis sei. Nach der Meditation laß ich mir das Schreiben noch einmal durch. Es ist sehr einschüchternd und wirkt sehr professionell. Oje, was habe ich nur getan? Habe ich so fahrlässig im Internet gesurft? Egal. Irgendetwas muss passieren. Jetzt muss ich erst einmal die Kleine in den Kindergarten bringen und dann rufe ich da an. 

Auf dem Weg zum Kindergarten traf ich eine Mutter mit ihren Kindern, die auch zum Kiga wollten. Wir kamen ins Gespräch und ich hatte plötzlich die Eingebung, ich müsste ihr von meinem Ärger erzählen. Sie verstand sofort und hatte bereits ähnliches mit einer anderen Webfirma erlebt. "Ich habe damals einfach Ärger mit web.de" bei google eingegeben und dann kamen sofort Hinweise von zahlreichen anderen Leuten, die ähnliches erlebt haben und es gab Tipps, wie man sich verhalten sollte. 

Zu Hause gab ich sofort "Ärger mit routen-planung.de" ein und siehe da, es öffnete sich das Tor zur Befreiung. "Abzocke mit Abofallen im Internet" stand da geschrieben. Vom Verbraucherschutz gab es Ratschläge und vor allem Aufklärung. Die Drohungen sind heiße Luft und unwirksam. Ich atmete tief durch und war erleichtert. Dass ich dieser Mutter "zufällig" getroffen habe und "zufällig" über dieses Thema sprach, hat mir viel Zeitersparnis und Nerven gebracht.

Ich habe heute viel gelernt: Lass Dich nicht verrückt machen, auch nicht von Deinem Mann (der sich übrigens nach der Aufklärung reumütig zeigte). Höre auf Deine Intuition. Gebe Deinem Impuls nach und glaube an Wunder!

Auch der Alltag hält kleine Wunder bereit!

Sat Nam 

Montag, 13. Februar 2012

Der indische König

Guru Dev hatte gestern unter anderem folgendes "Gleichnis" erzählt:

"Ein reicher indischer König schaut auf seinen riesigen Garten. Er sieht all die wunderschönen Pflanzen und denkt: Das sind meine Pflanzen! Er hört einen Vogel zwitschern und denkt: Das ist mein Vogel! Dann geht er tiefer in seinen Dschungel hinein. Plötzlich hört er ein gefährliches Geräusch: Das ist mein Tiger! Und er klettert auf einen Baum. Er glaubt, er sei erst einmal gerettet. Doch dann hört er ein weiteres Geräusch: Krrr, Krr, Knabb, Knabb. Zwei Ratten nagen an seinem Ast auf dem er sitzt. Er will sich auf einen anderen Ast retten, der über ihm ist. Er schaut auf und sieht in die Augen einer Kobra! Oh, nein. Doch dann hört ein leises Geräusch. Plitsch, platsch. Und er sieht wie aus dem Baumstamm reinster Honig tropft. Den leckersten, den er je in seinem Leben gegessen hat. Und er schleckt und schleckt...." Dann zeigt uns Guru Dev eine Meditationshaltung, wo wir mit dem rechten Arm eine Bewegung machen so als würden wir diesen leckeren Honig schlecken.

Ich dachte mir und was soll jetzt diese Geschichte? Während der Meditation ist mir eine Antwort eingefallen: Egal wie aussichtslos eine Situation auch ist: Genieße sie! Es passt in Sätze wie: Yesterday is history, tomorrow ist mystery, today is the one and only: Enjoy it!

Heute Morgen hörte ich den Wetterbericht und dachte, oh, Du wolltest doch schon die ganze Zeit auf den Olchinger See zum Schlittschuh laufen. Wenn es ab Morgen die ganze Zeit schneit, wird das schwierig werden. Außerdem: Genieße den Moment! Auch wenn der Wind eisig war und ich es nicht lange auf dem Eis ausgehalten habe, war es total schön. Dieses Gleiten und das Schnarren der Kufen auf dem Eis mag ich sehr. Es ist fast wie Schweben und mit der Schneelandschaft herum fühlte ich mich wie in einem Märchen. 

Beim Mittagessen erzählte ich den Kindern vom Eislaufen und die Große meinte: "Das finde ich irgendwie komisch. Dass Du einfach am Vormittag ohne uns Eislaufen warst." Dabei lächelte sie. Ich sagte ihr, dass es sehr wichtig ist, dass man etwas tut, was einem gut tut. Dann hat man wieder mehr Kraft für die Dinge, die man tun muss und kann andere besser unterstützen. Darüber wird sie nachdenken, mal sehen, wann sie dieses Argument für sich einsetzen wird... (Vielleicht so: "Mama, ich brauche dieses Schokoeis einfach. Es tut mir gut und gibt mir wieder Kraft für andere Dinge..." ;-) )

Sat Nam 

Sonntag, 12. Februar 2012

SNR - Ausbildungstag

Es war wieder ein sehr interessanter SNR-Tag mit Guru Dev. 

Doch jetzt will ich noch den Abend mit Ralf genießen bevor er morgen früh wieder los fahren muss....

Morgen berichte ich mehr.

Sat Nam

Samstag, 11. Februar 2012

Verbunden sein

Der Ausbildungstag war wieder wunderbar. Guru Dev hat wieder viele herrliche Geschichten erzählt und herausfordernde Meditationen angeleitet. Es waren wieder so viele Leute da, dass der große Raum fast aus allen Nähten platzte. Ich "arbeitete" mit einer sympathischen Frau zusammen, die extra aus Stuttgart angereist war. Aus Bremen, Amsterdam und Wien waren auch Teilnehmer gekommen.

Am Schönsten fand ich wieder die Erfahrung der Verbundenheit durch Meditation. Teresa und ich hatten wenig Zeit zum Unterhalten und doch umarmten wir uns nach diesem Tag. "Das hat viel Spaß mit Dir gemacht - Freue mich schon auf Morgen." Einen Tag lang zusammen meditieren und ich habe das Gefühl ich kenne diese Frau schon eine ganze Weile... Auch einige andere bekannte Gesichter sah ich von den anderen Ausbildungstagen und wir umarmten uns spontan, obwohl wir uns "eigentlich" gar nicht kennen. Yoga verbindet von ganz allein.

Zwischendurch wurde ich aber auch wehmütig. Ich wäre gerne an zwei Orten gleichzeitig gewesen: Da wo ich war und zu Hause bei den Kindern und meinem Mann. Diesen Konflikt auszuhalten ist nicht immer leicht. 

Sat Nam

Freitag, 10. Februar 2012

SNR-Behandlung von Guru Dev Singh

Ich war heute bei Guru Dev Singh, dem "Chef-Ausbilder" vom Sat Nam Rasayan und habe mich von ihm behandeln lassen. Termine muss man teilweise 1 Jahr im voraus anmelden, da er nur zwei Wochenenden im Jahr in München ist. Weil jemand abgesagt hat, bin ich "hineingerutscht". Er fragte mich, um was es geht. Ich sagte, dass ich neugierig bin und erfahren will wie das denn nun genau funktioniert. Er meinte, dass er das seit 24 Jahren macht und auch nicht weiß, wie das funktioniert. Da mussten wir lachten und ich fand diese Aussage herrlich sympathisch. Er behandelte mich ungefähr 20 Minuten lang.

Ich fühle mich auf eine sehr tiefe Art entspannt. So genau kann ich es noch nicht beschreiben, aber es fühlt sich gut an. Er hat mir noch zwei Meditationen mitgegeben, die mir helfen sollen mehr Ruhe in meinen Kopf zu bringen. Er meinte, ich würde mich verhalten wie ein Fisch im Wasser, der nach Wasser sucht... Dieses Bild hat mich sehr angesprochen und ich fühle mich erleichtert. Es hat etwas von "alles ist gut", aber mit einer intensiven Tiefe.

Morgen beginnt ein weiteres Ausbildungswochenende mit ihm und ich freue mich sehr darauf.

Sat Nam

Donnerstag, 9. Februar 2012

Geduld

Bei der langen tiefen 1-Minuten-Atem-Meditation habe ich heute eine andere Fingerhaltung ausprobiert. Simran Kaur hatte mir erzählt, dass ich ausprobieren soll welcher Finger gerade passt. Aufgrund der Reflexpunkte in den Fingerkuppen die Verbindungen zu bestimmten Bereichen im Gehirn haben, wird jeder zu einem bestimmten Thema zugeordnet. Ich habe erstmals den Daumen mit dem Mittelfinger verbunden. Dieser steht für Geduld und Selbstdisziplin. 

Ich spürte einerseits sofort eine tiefere Ruhe, doch andererseits wurde mir auch meine Ungeduld bewusst. Dieses Bewusstsein hielt den ganzen Tag an. Es ist erschreckend wie oft ich am Tag 1000 Dinge auf einmal machen will. Besonders als ich in der Küche stand und das Mittagessen gekocht habe. Mit der einen Hand rühren, die andere räumt gleichzeitig den Messbecher weg und mit dem Fuß schließe ich die untere Schublade. 

Wenn ich dabei locker entspannt wie ein Zirkuskünstler wäre, wäre alles in Ordnung. Doch ich bin in Gedanken zusätzlich bereits 10 Schritte weiter. Ich habe das Gefühl, es geht mir alles nicht schnell genug. Obwohl ich einerseits auch Spaß daran habe wie ein Jongleur zu agieren, spüre ich das es meinem Körper nicht gut tut.

Verspannungen in der Stirn und im unteren Rücken spürte ich. Ich ließ los und versuchte in die gespannten Muskeln hinein zu gehen, d.h. sie wahrnehmen und gleichzeitig ausdehnen lassen. Vom SNR kenne ich es, dass es hilft, wenn ich genau den Bereich neben der Verspannung wahrnehme und schaue was da los ist. Meist überträgt sich dann das Gefühl der entspannteren Region auf die verspannte Zone. Ich spürte, wie sich vom unteren Rücken eine Entspannung über die Beine bis in die Füße breit machte. Dann ertönte eine innere Stimme: "Fühle den Boden unter den Füßen. Die Erde trägt Dich und dreht sich, ohne dass Du etwas machen musst." Ich dachte an ein Karussell. Ich habe die Wahl, ich kann die Drehung genießen oder mich verkrampft am Sitz festhalten und wild gestikulieren.

Sich getragen fühlen von Mutter Erde ist schön und hat mir geholfen gelassener weiterzukochen. Mir half es auch, wenn ich während meiner täglichen Handlungen einfach mal Daumen und Mittelfinger mit festem Druck aufeinander legte. Wie eine Erinnerung an die Kraft der Geduld, zu der ich dann leichteren Zugang habe.

Sat Nam 

Mittwoch, 8. Februar 2012

Mit Kindern "zaubern"

In dem Buch von Clemens Kuby habe ich gelesen, dass er einen Mann (Evgeny Boderenko) in Russland besucht hat, der durch reines Spüren Dinge, Menschen oder Tiere lokalisieren kann. Er wollte es genau wissen und machte mit ihm ein Experiment. Er ging in einen Nebenraum und stellte sich dort an eine bestimmte Stelle. Boderenko war im anderen Zimmer und konnte ihn nicht sehen. Er hatte nur eine Zeichnung von dem Raum, wo Wände, Fenster und Tür eingezeichnet war. Boderenko ließ seinen Finger über die Skizze gleiten und spürte sich in Kuby hinein. Dort wo er ein Kribbeln im Finger spürte, sagte er, dass er sich genau dort befindet. Was Kuby auch machte, es funktionierte immer. Boderenko meint, dass diese Fähigkeit nicht besonderes ist, dass sie jeder Mensch hat, sie bräuchte nur geschult werden. Wir kommen damit zur Welt.

Heute beim Mittagessen erzählte ich den Kindern davon. Die Große wollte das sofort ausprobieren. Wir wandelten den Versuch etwas ab. Die Kleine versteckte im Wohnzimmer eine Erdnuss. Wir saßen in der Küche und warteten bis die Kleine wieder da war (und glücklich fech grinste). Zuerst versuchte die Große es auf analytische Art und ging logisch daran. Sie fragte einfach nur: "Auf dem Sofa? Auf dem Boden? Auf dem Tisch?" Ich erklärte ihr, dass das jetzt ihr Verstand sei. Der gut und praktisch ist. Aber hierbei geht es um etwas anderes: Intuition. "Wie geht Intuition?" Eine sehr gute Frage. Ich machte mit ihr einfach eine Sat Nam Rasayan - Übung und sagte ihr: "Schließe Deine Augen, atme tief ein und aus. Spüre Dein rechtes Ohr." Sie öffnete die Augen: "Was soll ich?" Und fasste an ihr Ohr. "Nein, nicht anfassen. Lass die Augen geschlossen und spüre nur. Spürst Du vielleicht Wärme? .... Oder Kälte? .... Oder einen Luftzug auf der Haut?" Ich selbst schloß die Augen und machte es mit. "Ah, Mama, jetzt spüre ich Luft auf der Haut am Ohr." - "Sehr gut und nun spüre mal Deinen linken Zeh." Wir machten eine kleine Körperreise. "Und nun versuche all diese Teile gleichzeitig wahrzunehmen." - "Häh? Wie geht das denn?" - "Du spürst alles in Dir und um Dich herum. Auf nichts konzentrierst Du Dich wirklich. Alles fließt. Du bist wie in einer Wolke eingehüllt und kannst alles spüren." - "Ah, ja, hab' ich." - "Und nun denkst Du an die Erdnuss und wartest ab, was für Eindrücke in Dir entstehen." - "Ich sehe einen Kreis. Sowie der Kreis auf meinem Schlafanzug und ganz viel rot." 

Wir gingen ins Wohnzimmer und fanden die Erdnuss. Sie lag auf dem kreisrunden Kaminofen (oben auf der Platte). Das rot passte gut, weil der Ofen Wärme erzeugen kann. Nun gab es kein Halten mehr. "Mama, los nochmal, nochmal!" Der Kleinen fiel es noch leichter. Ihr musste ich gar nichts erklären. Ich versteckte eine Gurkenscheibe und sie sagte: "Da ist Wasser, das kann fließen." Ich hatte die Gurkenscheibe auf den Zimmerspringbrunnen gelegt.... Und die Große jubelte: "Mama, das ist wie zaubern!"

Das Leben ist wundervoll!

Sat Nam 

Dienstag, 7. Februar 2012

Es lebe der Mooncup!

Nein, der Mooncup ist keine Frauenweltmeisterschaft im Gefühle zeigen (1000 verschiedene Ausprägungen pro Minute), sondern eine angenehme Alternative zu Tampons und Binden während der Menstruation. Ich hatte schon vor einiger Zeit einen Artikel darüber gelesen, mich aber noch nicht so richtig getraut. Doch dann kam vor einiger Zeit eine Nachricht aus der Facebook-Pinnwand von Sahib Kaur (Yogalehrerin/Ausbilderin/Frauenbewegte) darüber. Da nahm ich mir ein Herz und bestellte die Mondtasse. 

Ich weiß nicht genau, warum sie so heißt, denn die Form erinnert eher an einen Trichter. Er ist aus Silikon, kann bequem eingeführt werden (wie ich jetzt aus eigener Erfahrung weiß), hinterlässt keine Fasern an der Scheidenwand, hinerlässt keinen Müll, kann wie eine Babyausstattung gereinigt werden und verursacht keine monatlichen Kosten (Anschaffungspreis 35 Euro, hält mehrere Jahre). Sie wird wie ein Tampon eingeführt und nach ca. 4 bis 8 Stunden einfach entnommen, mit Wasser ausgespült und wieder eingesetzt. Einmal im Monat auskochen genügt. (Weiter Infos unter www.mondtasse.de)

Es ist keine neue Erfindung, sie ist vom Prinzip seit 1930 bekannt. Das einzige, was gegen sie spricht, ist unsere Sozialisation. Ich bin mit Tampons und Binden als alternativlos aufgewachsen. Deshalb hatte ich auch gezögert, es auszuprobieren, getreu nach dem Motto: "Was der Bauer nicht kennt, mag er nicht...". Gerade im Intimbereich ist Frau natürlich sehr skeptisch. Den Frauenarzt wechsle ich ja auch nicht mal wie ein paar Schuhe. 

Doch da ich mich seit der Yoga-Übungsreihe zu den weiblichen Hormonzyklen intensiver mit meinem Frau-sein beschäftige, gehörte der mooncup nun dazu. Denn was in keiner Beschreibung steht und ich nun seit heute Morgen weiß, ist, dass es sich viel besser anfühlt! Gewisse Anspannungen im Unterleib während der Periode sind normal, doch jetzt weiß ich, dass ein großer Teil davon durch die Tampons verursacht wurde. Logisch: Der saugt, also entsteht ein bestimmten Zug durch den Körper. Die Mondtasse hingegen dehnt sich aus und passt sich dem Körper an. Ich habe das Gefühl, ich habe einfach mehr Raum da "unten" bekommen.... DANKE an Sahib Kaur!

An alle Frauen: Traut Euch!

Sat Nam

Montag, 6. Februar 2012

Wunderheilung

Heute habe ich angefangen das Buch von Clemens Huby "unterwegs in eine andere Dimension" zu lesen. Er ist vor 20 Jahren vom Dach seines Hauses gestürzt und war querschnittsgelähmt. Er wurde auf ein Segeltuch gespannt und alle drei Stunden komplett gedreht. Er durfte sich 2 Monate lang nicht bewegen. Jede kleinste Bewegung bedeutete schlimme Schmerzen. Die Ärzte erklärten, er könne sich nach der Zeit nur noch im Rollstuhl bewegen. Er entdeckte, dass wenn er seine Augen halb geöffnet hielt und ganz langsam atmete, er in einen meditativen Schwebezustand gehen konnte in dem er keine Schmerzen hatte. So verbrachte er eine ziemlich lange Zeit in Zwangsmeditation und kam in Kontakt mit seiner Seele. Er verstand, dass sein Sturz kein Zufall war und er sein Leben grundlegend ändern musste. Er traf wichtige Entscheidungen für seine Zukunft und entdeckte nach und nach seinen Körper wieder. Er gesundete vollständig und wurde von der Schulmedizin als Wunderheilung bezeichnet. Die Prozesse, die er in dem Buch beschreibt sind identisch mit den Sat Nam Rasayan - Erfahrungen. Ich bin sehr ergriffen von seinen Schilderungen. Jetzt muss ich sofort weiterlesen. Sat Nam

Sonntag, 5. Februar 2012

von Männern und Frauen...

Habe gerade im Ausbildungsbuch etwas Interessantes gelesen (S. 306):

"Wenn ein Mann spricht, dann redet er normalerweise um das Thema herum. Nur selten kommt er gleich zum Kern der Angelegenheit.
Wenn eine Frau ihren Mann beispielsweise fragt, wann er zurückkommen wird, wird er antworten: "Nach der Arbeit." Sie möchte aber wissen, zu welcher Uhrzeit..., woraufhin er erwidert: "Gegen fünf oder halb sechs." Darauf sie, ob nun um fünf oder halb sechs. Es ist sehr schwer für einen Mann, sich auf eine genaue Zeit einzulassen, da es seine möglichen Ausweichbewegungen einschränkt; und das scheint seine Macht zu schwächen, eine Herausforderung zu lenken und einen Sieg zu erringen. Für eine Frau dagegen ist eine genaue Zeitangabe nur ein Plan, eine Art der Kommunikation, die ihr Bedürfnis nach Sicherheit erfüllt."

Diese Information hilft mir, Männer besser zu verstehen und Konflikte zu vermeiden bzw. mich darin anders zu verhalten. Schade, dass ich meinen Mann erst am kommenden Freitag wiedersehe. Muss ich wohl den Nachbarn fragen, wann er morgen nach Hause kommt, nur um zu sehen wie sehr er sich windet, eine Uhrzeit zu nennen... ;-)

Sat Nam 

Samstag, 4. Februar 2012

Toleranz

Ich habe heute in einem Text von Yogi Bhajan zum Thema Ehe und Partnerschaft gelesen, dass Toleranz das Wichtigste in einer Beziehung ist. Er meinte auch, dass es reicht in kritischen Momenten den Wunsch nach Toleranz nur zu denken, dann würde sich das Klima positiv verändern.

Ich konnte das gleich beim Essen ausprobieren, da wir manchmal sehr unterschiedliche Auffassungen von gesunden Lebensmitteln haben. Ich atmete tief durch und dachte einfach TOLERANZ. Ich musste es mehrmals denken, aber es funktionierte.

Schwieriger wurde es bei dem Spruch "Mensch, zum Fasching kannst Du doch als Yogirette gehen". Da ich nicht herzhaft mitlachen konnte, sagte er: "Das war doch wirklich lustig!" Ich musste sehr häufig TOLERANZ denken.

Ich hoffe nicht, dass es mir so ergehen wird wie dem Sams und seinen Wünschepunkten, die irgendwann verbraucht sind. Falls ich über ein begrenztes Kontingent von Toleranzpunkten verfüge, muss ich vorsichtig sein.

Ich habe zwei schöne Zitate zu dem Thema gefunden:

 "Das Wort Toleranz heißt ja nicht anpassen, sondern die Verschiedenheit in der Mentalität gewähren lassen." - Anica Dobra

 "Um tolerant zu sein, muß man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen." - Umberto Eco

Irgendwo zwischen diesen beiden Eckpfeilern liegt die gesunde Toleranz.


Sat Nam
 

 

Freitag, 3. Februar 2012

Der Merkurfinger

Gestern Abend hatte ich einen kleinen Tiefpunkt, weil ich nicht mehr wirklich an den Wunsch (vom gestrigen Blogeintrag) glaube. Doch heute in der früh beim Yoga veränderte sich meine Stimmung. Es ist nicht wichtig, ob ja oder nein. Es ist wichtig, dass ich mich mit dem Teil in mir verbinde, der unabhängig von äußerlichen Umständen ist. Egal, was ist, ich kann mein Herz offen lassen.

Egal, was ist, es gibt keinen Grund mich zu verschließen. Lieber einmal kurz ein paar Tränen laufen lassen als Wochenlang betrübt rumzulaufen. Als ich in der Meditation mit dem 1-Minuten-Atem saß, wechselte ich die Fingerhaltung. Ich legte diesmal den Daumen auf den kleinen Finger und spürte in mich hinein. Ich bekam mehr Leichtigkeit, erkannte dass wirklich alles viele Seiten hat und dass das Universum schon für mich sorgt. Da brauche ich mir nun selbst nicht auch noch Sorgen machen...

Erst später schaute ich über die Bedeutung der Energien in den einzelnen Fingern nach. Der kleine Finger steht für den Planeten Merkur, der für Kommunikation steht. Merkur als Götterbote überbringt die Nachrichten aber wird selbst nicht zur Nachricht. Er ist kein Sender oder Empfänger, er verbindet einfach. Kommunikation verbindet, analysiert und beleuchtet die Dinge von vielen Seiten. Für einen guten Austausch ist es von Vorteil, wenn sich niemand zu sehr an einen Argumentationspunkt haftet oder auf einen Punkt beharrt. 

So versuche ich eine gesunde Distanz zu den Wünschen zu wahren und dem Universum zu vertrauen, dass alles so kommt wie es gut ist.

Sat Nam 

Donnerstag, 2. Februar 2012

Intuition oder Illusion

Gestern und vorgestern hat sich eine klare Stimme in mir gemeldet, die meinte, dass sich ein aktueller Herzenswunsch umsetzen wird. Ich war überrascht und weiß auch nicht so genau, was ich davon halten soll. In absehbarer Zeit werde ich wissen, ob es sich wirklich um eine "Vorhersehung" handelt oder nur um eine Illusion. 

Doch wie gehe ich jetzt damit um? Ich habe Angst, mich darauf zu freuen, weil die Enttäuschung schmerzen würde. Andererseits denke ich, was soll's, dann genieße ich es eben solange wie die Möglichkeit im Raum liegt. Es gibt kein Patentrezept. Es hilft nicht, sich für eine Art der Bewältigung zu entscheiden. Denn die Gefühle verändern sich manchmal von Minute zu Minute.

Es gilt die Balance zu finden zwischen Hoffen und Bangen. Ich versuche meine Empfindungen wahrzunehmen ohne mich darin zu verstricken. Jetzt glaube ich ja und im nächsten Moment denke ich nein. Mir tut es gut, dass ich dabei ohne Druck bleiben kann. Ich darf verdrängen, träumen und auch alles komplett in Frage stellen. So ist das Leben. 

Ich lerne gerade viele neue und auch bekannte Wahrnehmungen in mir kennen. Ich spüre wie vielseitig und miteinander verwoben alles sein kann. Damit ich mich im Alltag dabei nicht verliere, hilft mir die Meditation vom Dienstag sehr. Das Mantra (Dhartie Hai, Akasha Hai, Guru Ram Das Hai) hallt immer noch in mir nach und wenn ich es denke, laut oder leise chante fühle ich mich besser. 

Egal was passiert auf das Yoga ist verlass.


Sat Nam

   

Mittwoch, 1. Februar 2012

Das wunderbare Element Erde

Gestern war Meditationsabend mit Sant Subagh Kaur im Münchner Kundalini-Yoga-Zentrum. Wir haben 61 (!) Minuten das Mantra "Dhartee Hai, Akasha Hai, Guru Ram Das Hai" gechantet. Dhartee Hai steht für die Verbundenheit mit der Erde und wir visualisierten die Farbe grau von unserem Nabelpunkt zu allen Seiten nach unten. Akasha Hai steht für die Verbundenheit mit dem Himmel und wir stellten uns einen blauen Himmel dabei vor. Guru Ram Das Hai visualisierten wir vom Herzzentrum mit der Farbe grün und bedeutet, dass wir beide Energie zusammen vereinigen.

Dieses Mantra hat mich sehr geerdet. Obwohl ich zuerst Schwierigkeiten hatte, mir das Erdelement grau vorzustellen. Erst als ich an Tonerde zum Modellieren dachte, machte es für mich einen Sinn. Und es erinnerte mich an die Kinderyogalehrerausbildung. An einem Wochenende hatten wir mit dem inneren Kind gearbeitet und mit verbundenen Augen Tonerde geformt. Das war ein schönes und aufschlussreiches Erlebnis und ich habe mir vorgenommen mit meinen Kindern irgendwann einen Bastelnachmittag mit Tonerde zu verbringen. 

Heute habe ich dann immer wieder an das Element Erde bewusst gedacht. Es fühlt sich sehr beruhigend an und ich komme schnell in eine tiefe Entspannung. Am angenehmsten ist die Ruhe im Kopf und die tiefe Verbundenheit mit dem Boden. Obwohl wir gestern eine Stunde lang still saßen, war mir nach der Meditation wohltuend warm in den Beinen und im Unterkörper. Und auch jetzt spüre ich ein warmes Kribbeln, wenn ich an das Element Erde denke.

Wärme und Ruhe sind wunderbare Empfindungen und sie sind bei diesen Minustemperaturen eine echte Wohltat. Das Mantra sollte man/frau in jede Winterhose und Stiefel "weben"...

Sat Nam