Freitag, 3. Februar 2012

Der Merkurfinger

Gestern Abend hatte ich einen kleinen Tiefpunkt, weil ich nicht mehr wirklich an den Wunsch (vom gestrigen Blogeintrag) glaube. Doch heute in der früh beim Yoga veränderte sich meine Stimmung. Es ist nicht wichtig, ob ja oder nein. Es ist wichtig, dass ich mich mit dem Teil in mir verbinde, der unabhängig von äußerlichen Umständen ist. Egal, was ist, ich kann mein Herz offen lassen.

Egal, was ist, es gibt keinen Grund mich zu verschließen. Lieber einmal kurz ein paar Tränen laufen lassen als Wochenlang betrübt rumzulaufen. Als ich in der Meditation mit dem 1-Minuten-Atem saß, wechselte ich die Fingerhaltung. Ich legte diesmal den Daumen auf den kleinen Finger und spürte in mich hinein. Ich bekam mehr Leichtigkeit, erkannte dass wirklich alles viele Seiten hat und dass das Universum schon für mich sorgt. Da brauche ich mir nun selbst nicht auch noch Sorgen machen...

Erst später schaute ich über die Bedeutung der Energien in den einzelnen Fingern nach. Der kleine Finger steht für den Planeten Merkur, der für Kommunikation steht. Merkur als Götterbote überbringt die Nachrichten aber wird selbst nicht zur Nachricht. Er ist kein Sender oder Empfänger, er verbindet einfach. Kommunikation verbindet, analysiert und beleuchtet die Dinge von vielen Seiten. Für einen guten Austausch ist es von Vorteil, wenn sich niemand zu sehr an einen Argumentationspunkt haftet oder auf einen Punkt beharrt. 

So versuche ich eine gesunde Distanz zu den Wünschen zu wahren und dem Universum zu vertrauen, dass alles so kommt wie es gut ist.

Sat Nam 

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