Heute ist mir das Loslassen von Wünschen leicht gefallen. Ich habe das Gefühl, dass ich einen Stein ins Rollen gebracht habe. Es war anstrengend den Stein den Berg hinauf zu tragen und nun bin ich ein wenig müde. Ich genieße die Ruhe und sammle Kraft für neue Taten. Hilfreich ist mir dabei mein verändertes Körperbewußtsein durch die Yogaübungen. Mir ist aufgefallen, wie sich die geöffnete Nackenschleuse angenehm auswirkt, besonders im Alltag. Immer häufiger erinnere ich mich außerhalb der Übungsreihe daran und ziehe meinen Nacken lang indem ich mein Kinn ein bisschen zur Brust neige und den Hinterkopf hochziehe. Automatisch hebt sich dabei mein Brustbein und ich richte mich angenehm auf. Diese Haltung hat etwas königliches und ist voller Anmut. Es ist nur eine kleine Korrektur der Wirbelsäule, doch die Wirkung ist sehr stark. Eine Wärme durchströmt dabei auch meinen unteren Rücken, was die Beine entspannt und mir einen besseren Halt auf dem Boden gibt. Wenn ich sitze, stehe oder gehe, bin ich viel gelassener und bleibe in meiner Kraft.
Es ist unglaublich spannend, wie sehr sich mein Wohlbefinden durch diese täglichen Übungen verändert. Und das alles schon nach 14 Tagen dieser bestimmten Kryia. Im Ausbildungsbuch steht ein schönes Zitat von Yogi Bahjan: "Halte durch und Du wirst gehalten." Halt kann ich im Yoga jederzeit finden.
Sat Nam
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