Dienstag, 27. September 2011

I am - I am

Gestern habe ich den 120. Tag von der "I am - I am" Meditation (ist im Ausbildungsbuch) geschafft. TaTa! Bei der Kinderyogalehrerausbildung hatten mir die Prüferinnen diese Meditation empfohlen um mich besser abgrenzen zu können. Und ich kann nur sagen: 100 Punkte. Diese Meditation wirkt sehr gut. Du sitzt in der einfachen Haltung, legst Deine rechte Hand auf Dein rechtes Knie ab, verbindest Daumen und Zeigefinger (Gyan Mudra), spreizt die restlichen Finger ab. Der linke Arm ist angewinkelt in Höhe des Herzzentrums, Deine linke Hand ist mit der Handfläche nach innen zu Dir gerichtet. Dann bewegst Du Deine linke Hand bzw. den linken Arm ein Stück zu Dir heran und sagst "I am", dann bewegst Du sie wieder ein Stück von Dir weg und sagst wieder "I am". 11 Minuten lang. Die ersten Tage waren sehr schwer für mich und ich verfluchte diese Übung. Aber ich hielt durch und wurde belohnt. 

Vor der Meditation war es so, dass mich Probleme von anderen schnell aus meiner Mitte bringen konnten. So war ich zum Beispiel gut drauf, traf jemanden, die erzählte mir etwas Schreckliches und ich war getroffen. Mitgefühl ist gut, Mitleid hilft niemanden. Oft habe ich dann Angst bekommen, dass mir so etwas auch passieren konnte. Es dauerte dann manchmal mehrere Tage bis ich mich davon erholt habe. Durch diese Meditation habe ich gelernt, dass es eine Verbindung zu meinem Innersten (erstes I am) und zum Universum (zweites I am) gibt. Jede Seele will bestimmte Erfahrungen machen und bekommt Gelegenheiten dazu. Und wenn mir jemand etwas von seinen Erfahrungen erzählt, so müssen das nicht zwangsweise meine werden. Denn das, was meine Seele erleben will, kann ich nur in Verbindung mit mir selbst und dem Universum erfahren.

Beispiel: Ich bin schwanger und treffe eine Frau, die mir von ihrer schrecklichen Geburt erzählt. Während des Gesprächs erklingt in mir das I am - Mantra und ich kann spüren, ob diese Erfahrung auch meine Seele anspricht oder nicht. Wenn nein, kann ich mit der Frau mitfühlen, meine Mitte behalten und finde vielleicht tröstende Worte. Wenn ja, kann ich mich mit dem Thema Geburt stärker auseinander setzen. Vielleicht sogar zu einer Sat Nam Rasayan - Behandlung gehen. Auf jeden Fall bekomme ich durch die I am - Meditation mehr Klarheit über mich selbst.


Sat Nam

 


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