Heute habe ich das schöne Wetter genutzt und bin gleich in der Früh durch den Wald und über die Felder spazieren gegangen. Dabei ist mir bewusst geworden, wie oft meine Gedanken auf Reisen gehen und ich nicht wirklich im Jetzt bin und den herrlichen Morgen in der Natur wahrnehme. Ich wollte es verändern und blieb stehen, nahm einen tiefen Atemzug und roch die frische Luft. Mit den Augen sog ich das goldene Maisfeld mit der aufgehenden Sonne, den aufsteigenden Nebel und die saftige grüne Wiese in mir auf. Doch als ich weiterging, hatte mein Kopf wieder tausend andere Ideen und Sorgen, die mit der Gegenwart nichts zu tun hatten. Da fiel mir das SNR-Wochenende mit Ambrosio ein. Er hatte uns einen Trick verraten, wie wir unser Gedankenkarussel verlangsamen können: "Du nimmst die Welt von Deinem Beckenboden/Kreuzbein aus wahr. Du stellst es Dir nicht vom Kopf her vor, sondern Du bist dort." Ich habe ihn so verstanden, dass ich tief nach unten in mich gehe und von dort aus mein Umfeld wahrnehme. Es hört sich seltsam an, aber es funktioniert. Dort unten ist Ruhe, weil die Verbindung zur Erde am Stärksten ist.
Immer wenn ich mein Gedankenroboter bemerkte, ließ ich mich wieder ins Becken sinken und spürte eine angenehme Veränderung. Ich nahm viel mehr von der Natur mit als sonst und kam gestärkt nach Hause.
Wahe Guru!
Sat Nam
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