Heute Morgen beim Yoga kamen mir schon während der ersten Übung viele Gedanken, wie ich welche Dinge am Tag erledigen werde. Ich wurde nervös und schaute ständig zur Uhr, wann denn die Übung endlich zu Ende ist. Das ist die Schattenseite bei einer Kryia, die ich über mehrere Tage mache. Da ich nicht mehr nachlesen muss, wie genau die Übung zu machen ist, haben meine Gedanken bessere Chancen auf große Fahrt zu gehen, als wenn ich genau darauf achten muss. Irgendwann gelang es mir wieder mich auf "Sat Nam" zu konzentrieren.
Doch den ganzen Tag über lief ich immer mal wieder aus dem Ruder und verlor mich in Zukunftszenarien. Schließlich halfen mir verschiedene Mantren vom CD-Player in der Küche, im Auto und vom MP3-Player im Yogaraum. Ich spüre, dass mir durch die Kryia zum höheren Bewußtsein, schneller auffällt, was ich denke und was ich fühle. Sonst habe ich erst, wenn ich schon sehr gereizt war, gemerkt, dass ich auf dem falschen Dampfer bin. Heute ist mir klar geworden, dass ich durch das Rattern im Kopf und übertriebener Planerei meine Nerven sehr strapaziere. Es ist nicht schlimm, es zu tun, es ist menschlich, aber es gibt Wege daraus zu kommen. Mantren hören und chanten; Konzentration auf das dritte Auge, Yogaübungen, singen, tanzen, lachen, mit den Kindern spielen, spazieren gehen, ....
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