Samstag, 10. März 2012

Es ist nicht immer leicht, eine Yogini zu sein.

Heute bin ich bereits um 4 Uhr aufgestanden um vor meiner Abreise mit dem Zug noch Yoga zu machen. Ich spürte das ich ein wenig aufgeregt war und im Kopf Gedankenketten entstanden wie "wenn ich fertig bin, muss ich zuerst in den Keller und die Brotbox holen, dann die Äpfel und die Banane einstecken, und das wärme Wasser nicht vergessen" oder "vielleicht sollte ich doch lieber eine Strumpfhose unterziehen, es ist doch noch sehr kalt draußen, ja aber im Zug ist wieder warm...". Das Schlimme daran ist, dass ich bereits gestern Abend die Entscheidungen getroffen habe und alles vorbereitet war. Ich traute nur einfach meinen eigenen Ideen nicht. Im Läufe des Yogas wurde ich ruhiger und entspannter. Ich sagte mir, Hey in unruhigen Zeiten zeigt es sich doch, ob ich die Yogaentspannung halten kann, mach es doch mal locker. Was soll schon passieren? Für alles gibt es Lösungen. Ich kann nicht an alles denken. Ich packe ein, was ich in dem Moment meine. Punkt! Kurz bevor ich zur S-Bahn ging, setzte ich mich noch schnell einmal auf Toilette und genoß die Ruhe. Ja, ich schaffe es, ich gehe jetzt gleich entspannt los. Alles ist gut. Plötzlich höre ich meinen Mann. Er war schon wach, wollte sich eigentlich nur verabschieden, sah dann aber auf die Uhr und bekam Panik. "Du musst los!" rief er. Schluss war es mit meiner mühsam erarbeiteten Gelassenheit. Ich rannte wie ein getriebener japsender Hund zur S-Bahn nur um dort drei Minuten lang zu frieren...ohne Strumpfhose... Es ist nicht immer leicht eine Yogini zu sein. Sat Nam

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