Heute hatte ich eine sehr witzige Kinderyogastunde. Unser Thema war das Element Erde. Das Symbol dafür ist ein Elefant, weil er einen festen Stand hat und nicht so leicht umzuwerfen ist. Eine wichtige Eigenschaft für uns Menschen. Ich legte Karten aus wo Übungen abgebildet waren, die gut zum Erden sind bzw. das erste Chakra (=Wurzelchakra=Urvertrauen, Selbstsicherheit) stärken. Jedes Kind durfte der Reihe nach einen kleinen Plüschtierelefanten zu einer Karte seiner Wahl bewegen. Während die anderen sich wie ein Elefant (=Vierfüßlerstand) bewegen mussten.
Als Übungen gab es die Krähe (Hocke oder auch Huhn genannt), den Baum, die Tasse (Blume), Katze-Kuh, Babyposition, etc. Die Entspannung fiel den Kindern nach soviel Erde erwartungsgemäß relativ leicht. Ein Kind hüllte sich komplett in eine Decke ein und entspannte sich in der Babyposition (=im Fersensitz, Körper nach vorne, Stirn auf den Boden) ganze 7 Minuten lang. Dies schien sie derart zu inspirieren, dass sie während der Sa Ta Na Ma - Meditation plötzlich alles Mögliche unter ihr T-Shirt steckte. Decke, Socken, Trinkflasche, Kuscheltier... Sie meinte nur, sie hätte eben ein Baby im Bauch. Es sah so herrlich lustig aus, weil sie so authentisch wirkte. Es war nicht wie ein normales Kinderspiel. Sie war "wirklich" schwanger. Ihr ganzer Gesichtsausdruck, ihre Körperhaltung, ihre "gespielten" Rückenschmerzen und Hinweise, dass sie nun die Babyposition nicht mehr leicht ausführen könnte, waren einfach wunderbar und steckte einige andere mit an.
Es waren dann insgesamt drei Schwangere und ich hatte arge Probleme die Meditation weiter anzuleiten. Ich ließ die Musik weiterlaufen und blieb bei der entsprechenden Handhaltung, musste dabei gleichzeitig schmunzeln und meinte: "Ihr seid im falschen Kurs, ich melde Euch gleich an zum Schwangerenyoga." Da war das Gebrüll natürlich groß und mir selbst stiegen auch die Tränen vor Lachen in die Augen.
Wunderbar ist natürlich auch, dass wir bei dem Thema auf Schwangerschaft kamen, was eben stark mit Urvertrauen und Urinstinkt zu tun hat.
Sat Nam
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen