Montag, 5. März 2012

Wirklich Nichts tun

Heute hatte ich nach einer SNR-Behandlung mit der Übungspatientin ein interessantes Gespräch. Ich empfahl ihr, sie solle ruhig von ihrem Partner mehr Unterstützung einfordern, weil während des Heilens ihr 5tes Chakra (Kehlkopf = Ausdruck, Kommunikation) den Eindruck machte, es würde das gerne tun. "Ja, ja, dass habe ich am Wochenende schon gemacht. Ich sagte, ich muss noch Arbeiten und er solle die Wäsche machen." Da musste ich schmunzeln und sagte: "Ja, gut. Aber wie wäre es mit: Schatz machst Du das bitte, ich will mich gerade einfach mal ausruhen."

Es ist ein Unterschied, ob ich Arbeit teile oder mir eingestehe, dass ich auch mal eine Pause brauche. Da wir Frauen mehrere Dinge parallel machen können, vergessen wir das süße Nichtstun sehr leicht und meinen, wenn wir Arbeit aufteilen, haben wir schon etwas Gutes für uns getan. Sich auf den Rücken legen und dabei in Gedanken organisieren, was wir alles wann und wie nach der Pause machen, ist es auch nicht. 

Es ist:
Abhängen, Träumen, Mantra Chanten, nur fühlen, in sich hinein spüren, Gedanken fließen lassen ohne an einen zu verhaften und auszubauen, auf eine Kerze starren, ein Mandala malen, vor sich hin klimpern, einen Rhythmus mit den Fingern auf den Tisch schlagen, einen unsinnigen Reim reimen ("mit Tomate mach' ich Karate, auf dem Salat mach' ich Spagat, nur in dem Mais - ich beiss"), spazieren gehen ohne festes Ziel, ... 

Im Grunde genommen ist es alles, wo keine Leistung erforderlich ist.

So, jetzt nehme ich ein paar Stifte und kritzle Unsinniges auf ein Blatt Papier. Die Herausforderung ist, dass ich das machen werde obwohl die Kinder im Bett sind, es also noch nicht einmal einen pädagogischen Zweck (Mama malt mit Kindern ein Bild) hat.... Wow, richtig "dumm" ist das... ;-)

Sat Nam    

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