Sonntag, 11. März 2012
Vision
Mir ist im Gespräch mit Dashmesh Singh bewusst geworden, wer mir beim Yoga auch sehr am Herzen liegt: Die Mütter. Ich glaube, dass in jeder Mutter die Sehnsucht steckt eine gelassene und entspannte Mutter sein zu wollen. Und in jedem Psychologie und Pädagogikbuch steht, wie wichtig das für die Entwicklung der Kinder ist. Und ich kenne sehr gut die Situation, wo ich ungerecht, ungeduldig, gestresst und genervt zu den Kindern war. Und ich kenne dieses verzweifelte Gefühl nach einem Brüllen und Keifen, wo ich mich zutiefst schuldig fühle und schon einmal eine Kasse für spätere Pschyotherapiekosten für die Kinder anlegen will. Doch wenn ich dann in Büchern suche, wie ich es denn nun anders machen kann, finde ich nichts wirklich brauchbares. Die Wahrheit ist: Wir sind nicht vorbereitet. Wir haben keine passenden Vorbilder erlebt, die auch keine Chance auf Vorbilder hatten. Es geht nicht darum eine perfekte Mutter sein zu wollen. Wir sind Menschen und müssen "Fehler" machen um uns weiterzuentwickeln. Und unsere Kinder bringen auch ihr Päckchen mit in die Welt welches sie bearbeiten können.
Es geht um Techniken: Wie kann ich mein Kind bei den Hausaufgaben unterstützen ohne einen Nervenzusammenbruch zu erleiden? Wie kann ich mich in kleinen Pausen effektiv entspannen? Wie kann ich kraftvoll bleiben, wenn mein Kind mit einer Platzwunde am Kopf nach Hause kommt? Wie kann ich mit Schlafmangel umgehen? ...
Ich habe praktische Antworten im Yoga gefunden und möchte sie zukünftig unterrichten. Hauptsächlich geht es darum das Nervensystem zu stärken und mit SNR-Techniken Gelassenheit erfahren. Der einzige Unterschied zwischen einer gestressten und einer gelasseneren Mutter ist die Erfahrung von innerer Ruhe. Wenn sie die in ihrem Leben nicht von ihrer Mutter mitbekommen hat ist das nicht ihre Schuld sondern eine Tatsache, die ist wie sie ist. Sie kann sich verändern oder nicht. Es ist ihre Entscheidung. Es gibt viele Wege sich positiv zu verändern, ich werde eine Möglichkeit anbieten und hoffen, damit möglichst viele zu erreichen. Nicht mehr und nicht weniger.
Sat Nam
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