Als ich heute in den Spiegel sah, erschrak ich. Die letzten drei Tage sind nicht spurlos an mir vorbei gegangen. Eben habe ich per e-mail eine Übung zugesandt bekommen, die Schönheits-Kryia heißt. Vielleicht sollte ich die heute noch machen... Dafür bin ich viel zu müde und mit dem Yoga soll man es ja auch nicht übertreiben.
Zudem hatte ich auch noch ein anstrengendes Gespräch. Mein Gegenüber verstrickte sich in Ängsten und Emotionen und sah den "Feind" in mir. Reflexartig zog ich plötzlich den Beckenboden an. Diesen Trick verriet mir mal der Yogalehrer Sangeeth Singh: "Wenn Dich jemand angreift, dann zieh die Wurzelschleuse (=Beckenboden), so bist Du besser geerdet und kannst nicht ins Wanken geraten." Ich kann nur sagen: JA! Es funktioniert Bestens. Da ich seit über zwei Wochen täglich die Ek Ong Kar - Meditation mache, wo das Anziehen der Wurzelschleuse essentiell ist, wurde sie mir wohl in dieser "Kampfsituation" schneller bewusst. Ich wurde ruhiger und klarer, konnte wieder tiefer atmen und verstand plötzlich genau, worum es eigentlich wirklich ging. Dies erklärte ich sachlich und beruhigte somit das Feuer. Es wurde sogar noch eine entspannte Unterhaltung, wo sogar mein Gegenüber das Herz öffnete.
Ich kann nur jedem raten, dies mal auszuprobieren. Es ist wie bei einem echten Kampf, wer den besten Stand hat gewinnt. Beim Anziehen des Beckenbodens wird das Steißbein nach unten gerichtet und somit der Körper fester verwurzelt, was sich selbstverständlich auf die Psyche auswirkt. Ganz logisch und eigentlich ganz einfach.
Sat Nam
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