Sonntag, 20. November 2011

Struktur einer Yogastunde (Yogatheorie)

Kapitel 23 aus dem Kundalini-Yoga-Handbuch habe ich durchgelesen und fasse das für mich Wichtigste und Spannende zusammen:

Struktur einer Yogastunde:

Einstimmen mit Ong Namo als Verbindung mit der goldenen Kette (=Verbindung mit bekannten Yogis, die uns auf dem Weg vorausgegangen sind). Sahib Kaur hat während der Kinderyogalehrerausbildung erzählt, dass das wirklich funktioniert und dass sie es daran merkt, dass sie nach dem Einstimmen oft weise Dinge im Unterricht sagt, wo sie plötzlich neben sich steht und sich fragt, hoppla, wo kam das denn her. Oft verstehen wir erst beim Erklären, wie es wirklich funktioniert und das Mantra hilft uns, dass wir uns mit den Weisheiten des Yogas verbinden. Einlassen müssen wir uns natürlich darauf, die Begrenzungen unseres Egos aufheben und uns in den unendlichen Ozean treiben lassen können.


Atem- und Aufwärmübungen:

Die Wichtigkeit ist mir spätestens seit unserer Hausaufgabe bewusst. Es ist unglaublich wie sehr ich mit meiner Atmung meine Stimmungen und meine Nerven steuern kann. Es geht schnell und ist effektiv. Nur das Bewusstsein dafür ist nicht per Klick zu erlangen. Deshalb ist es sehr wichtig in jeder Yogastunde darauf hinzuweisen. Der Sonnengruß als Aufwärmübung ist mir eine wichtige Stütze geworden. In wenigen Minuten fühle ich mich fit und wach. In der Kinderyogastunde mache ich zum Aufwärmen einen Kindersonnengruß. Ich mache ihn jedes Mal zu Beginn. Es ist für mich und die Kinder ein wichtiges Ritual geworden.


Kriya (Übungsreihe):

Hier finde ich es sehr wichtig, dass ich als Yogalehrerin darauf achte, dass die Übungen korrekt ausgeführt werden, damit keine Schäden oder Schmerzen entstehen können. Wenn ich dabei denke, dass ich den Teilnehmern diene, komme ich in die richtige Energie und finde die passenden liebevollen Worte um auf Korrekturen hinzuweisen. Ich finde es sehr angenehm, dass wir nicht direkt mit Körperkontakt eingreifen (außer in schwerwiegende Fällen). So bringen wir niemanden aus seiner Konzentration und geben die Freiheit, eigene Erfahrungen zu machen und schulen die Fähigkeit in sich selbst hineinzuspüren. Ich fand es persönlich schon im Sportunterricht unangenehm, wenn der Sportlehrer körperlich wurde. Eine klare Anweisung hätte mir gereicht.



Tiefenentspannung:

Ich bin immer wieder überrascht wie sehr sich die Kinder darauf freuen. Als würden sie instinktiv wissen, dass die Kräfte, die durch die Übungen frei werden, verteilt werden müssen. Und dafür braucht der Körper eine Ruhephase. Es ist als würden die Erfahrungen, die Körper, Geist und Seele machen damit in eine tiefere Ebene eingespeichert werden.



Meditation:

Ein wichtiges Herzstück. Besonders im Kundalini-Yoga sind sie so herrlich abwechslungsreich und mit wunderschöner Musik verbunden, dass sie oft einfach nur Spaß machen. Es wirkt sehr stark auf die Nervenbahnen im Gehirn. Es können neue Verbindungen (Synapsen) gebildet werden. Statt auf Streßsituationen immer mit dem gleichen Muster zu reagieren (Streßautobahn), können neue Wege (ruhiger Waldweg) entstehen, die beim nächsten Mal vielleicht benutzt werden. Durch die Bewegungen beim Meditieren (oft mit den Armen) müssen wir uns konzentrieren und können nicht mehr sinnlos Grübeln oder Ängste entwickeln. Diese Erfahrung merkt sich das Gehirn.


Ausstimmen:

Ein wunderschönes Ritual die Stunde mit dem Schlusslied und dreimal Sat Nam zu beenden. Sich nochmal zu besinnen und das Gefühl der Gruppe bewusst aufnehmen.


Yoga stärkt das Nervensystem, dehnt die Muskeln und steigert ihre Kraft, regt den Kreislauf an, entspannt, entschlackt.... etc.


Sat Nam
 

1 Kommentar:

  1. hallo Patricia,
    komme gerade von meiner Yogastunde für Teens aus der Schule und kann das nur bestätigen. Eines jedoch merke ich immer mehr, dass gerade die Kids in dem Alter 5./6. Klasse echt gestresst sind und extrem abfahren auf Entspannung, Massagen und Mediationen, auch Childplay was ich nun bereits 2 Wochen mit denen ausprobiert haben kommt gut an.
    Sat Nam
    Andrea Taran Kaur

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