Mittwoch, 23. November 2011

Saaaaaaaaaaaaaat Nam

Die ganze Zeit habe ich mich schon gefragt, warum bei unserer Hausaufgabe mit den Atemübungen eine Übung drei Minuten lang "Sat Nam" chanten dabei ist. Heute Morgen habe ich gemerkt, wo sie ihre Wirkung zeigt: Ich atmete drei Minuten lang durch das linke Naseloch und dachte plötzlich ganz konsequent "Sat" beim Einatmen und "Nam" beim Ausatmen. Leicht und automatisch, ohne dass ich es mir vorgenommen hatte. Immer wieder betonen Yogalehrer im Unterricht diese Hilfe um den Geist zu beruhigen. Wenn ich "Sat Nam" denke, kann ich nicht gleichzeitig daran denken, dass der Müll unbedingt noch raus muss. In Verbindung mit Ein- und Ausatmen entspanne ich gleichzeitig meine Nerven. Vom Prinzip ist es egal, ob ich Sat Nam, Wahe Guru oder Coca Cola denke. Hauptsache ich finde einen Weg aus der Grübelfalle.

Gerade habe ich die Sachen für die Reise in den Norden gepackt. Oft werde ich dabei ganz unruhig und hektisch. Mein Kopf raucht und läuft auf Hochtouren: Die Hausschuhe müssen noch mit, die frisch gewaschene Strumpfhose noch aus dem Keller holen, die Globolis gegen Husten für die Kleine, die Nachbarin muss noch wissen, dass sie unsere Mülltonne mit rausgestellt, in die Brotbox müssen unbedingt die weichen Weintrauben, sonst werden sie hier noch schlecht, ..... Wah---------nsinn.... Dies alles denke ich oft fast gleichzeitig, verzettel mich, versuche alles gleichzeitig zu machen und weiß nachher gar nicht mehr, was ich eigentlich eingepackt habe. Doch eben dachte häufiger zwischendurch Sat Nam und erledigte Schritt für Schritt die Dinge, die gerade zu machen waren. Viel gelassener bewegte ich mich und ich weiß besser, was ich tatsächlich gemacht habe...

Morgen haben wir Notartermin in Celle für das Haus. 

Sat Nam

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