Heute Morgen beim Yoga-Set spürte ich schon wieder diese hormonell bedingte Unausgeglichenheit. Gereizt und genervt, gleichzeitig neugierig, wie wohl die Übungen genau in dieser Phase wirken. Ich wurde entspannter und ruhiger, wie sonst auch, doch dann meldete sich eine ganz klare Stimme in mir: "Wenn Du gelassen bleiben willst, gibt es keine Alternative: Lenke Deinen Fokus auf den Punkt zwischen Deinen Augenbrauen!" Ich ließ mich ins dritte Auge sinken und atmete tief durch. Ich machte eine weitere Übung, folgte anderen Gedanken und verspannte mich wieder. "Es gibt keine Alternative!" schoss es wieder hervor. Verdammt, es stimmt einfach.
Wenn ich aus dem emotionalen Achterbahnfahrten hinaus will, geht es am Besten im Moment für mich über diesen Weg. Kein Grübeln der Welt bringt mich soweit wie die Wahrnehmung über das dritte Auge. Es ist für mich keine Fixierung auf einen Punkt, sondern das Empfinden des Ganzen über dieses Tor. Ich nehme alles in und außerhalb von mir wahr ohne mich mit einem Teil allein zu identifizieren. Dadurch tauche ich in eine Tiefe ein wie ein Fisch im Ozean. Es ist eigentlich ganz leicht, lediglich ungewohnt.
Sat Nam
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