Heute haben wir entspannt und gelassen Plätzchen (Danke Helga! Die Plätzchenform ist sehr schön und lässt sich gut stechen. Give me five!) gebacken. Ich weiß nicht warum, aber es ging total gut. Vielleicht weil ich keine Erwartungen hatte und besser vorbereitet war:
- Teig schon vorher kneten und im Kühlschrank aufbewahren, - nicht vorher die Küche putzen (besonders den Boden nicht), - den Kinder alte Klamotten anziehen (und nicht vorher eine Waschmaschine anstellen), - selbst eine Schürze umbinden, - Einstellung: Sie müssen weder schön aussehen noch schmecken, es soll einfach nur Spaß machen....
Normalerweise höre ich hauptsächlich Yogamusik, nur in der Weihnachtszeit ist das anders. Ich liebe gute Weihnachtsmusik (Ursula: Deine CD ist wirklich toll!) und genieße auch die Stimmung im Radio. Da ist soviel schöne Herzenswärme und ich mag es, wenn bekannte Weihnachtslieder neu interpretiert werden. Wahrscheinlich liegt es daran, dass schöne Kindheitserinnerungen daran geknüpft sind und damit der Glaube an das Unbekannte Gute neu entflammt. Ich bin auch sehr froh, dass meine Kinder noch an das Christkind/Weihnachtsmann glauben. Sie sind so aufgeregt und freuen sich, dass es nicht mehr lange dauert.
Es ist für uns das letzte Weihnachten in Eichenau und ich bin etwas wehmütig, besonders weil ich gerade Weihnachtskarten an die tollen Freunde hier schreibe und mir dies wieder bei jeder Karte bewusst wird. Aber so ist das Leben.
Ich muss dabei immer an das Gobinde - Mukande - Mantra denken, dass von den Kräften des Lebens handelt:
Gobinde (die erhaltende Kraft), Mukande (die befreiende Kraft), Udare (die erleuchtende Kraft), Apare (die unendliche Kraft), Hariang (die zerstörende Kraft), Kariang (die schöpferische Kraft), Nirname (die namenlose Kraft), Akame (die wunschlose Kraft).
Jede Lebenssituation braucht diese Kräfte und mal ist die eine und mal die andere oder bestimmte Gruppen im Vordergrund. Und sie hängen alle miteinander zusammen. Ohne Zerstörung (Hariang) kann nichts Neues (Kariang) entstehen. Ohne das die Bäume im Winter nicht ihre Blätter verlieren, können keine Neuen sprießen. Mal muss ich mich von etwas befreien (Mukande, Umzug), mal will ich etwas erhalten (Gobinde, Freundschaften erhalten). All diese Kräfte sind im Universum vorhanden. Wenn ich will, kann ich sie annehmen und sie für mich nutzen. Weihnachten kann ich Udare (Innehalten beim Kirchenbesuch) und Apare (der immergrüne Tannenbaum) sehr nah sein.
Sat Nam
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