Donnerstag, 29. Dezember 2011

Krank sein und in sich gehen

Dank Globulis (Arsenicum Album C30, 5 Stck auf ein Wasserglas, Schlückchenweise, anfangs alles 15 Minuten, später größere Abstände), langen tiefen Atemzügen und Engelskarte ("Du bist kräftig und gesund"), die mir meine große Tochter unter das Kopfkissen schob, bin ich ziemlich schnell wieder gesund geworden. Außer Müdigkeit ist alles vorbei. 

Letzten Samstag war ja meine Kleine dran und ich war fasziniert wie sie mit der Situation umging. Sie war wirklich sehr krank, lag verkrampft auf dem Badezimmerteppich und wollte erst mal nicht wieder in ihr Bett ("sonst spucke da noch alles voll..."). Doch gleichzeitig war sie total ruhig und stark in sich gekehrt, als wäre sie auf einem anderen Planeten. Auch den ganzen Tag später zog sie sich in sich selbst zurück bis sie am Abend wieder fit war. Und genau daran dachte ich, als ich dran war. 

Krank sein kann wie eine erzwungene Meditation sein. Denken und Grübeln verschlimmern den Zustand, dagegen Loslassen und sich dem Unwiderbringlichen hingeben tut gut. Umso tiefer ich in mich hinein gehen kann (am Besten in den Beckenboden hinein), umso stärker können meine Selbstheilungskräfte arbeiten. 

Um die Mittagszeit spürte ich, dass es mir wieder gut ging, aber mein Kreislauf im Keller war. Nun tat ich das, was ich normalerweise ganz früh morgens mache und was bei solchen Problemen helfen soll, ich duschte mich von oben bis unten (außer Oberschenkel und Kopf) kalt ab. Es war unglaublich, wie gut es mir tat. Als wäre ich als neuer Mensch aus der Dusche gestiegen. Auch das anschließende Yogaset schaffte ich, was mich sehr erstaunte. 

Sat Nam 



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