Der letzte Tag des Jahres begann bei mir sehr früh. Meine Kleine rief mich um 3 Uhr, weil ein unüberwindbares Problem zwischen ihr und einer ruhiger Nacht lag (ihr Kuscheltier war nicht sofort griffbereit). Und nachdem Heldin Mama den Schnuffel aus der Klemme zwischen Bett und Wand gerettet hatte, schlief sie sofort wieder ein und ich war wach wie einen Kaffeebohne. Früher hätte ich mich genervt hin- und hergewälzt, den Mutterjob verflucht und den Rentenantrag gestellt, jetzt gehe ich einfach auf die Yogamatte. Eine gute Gelegenheit mal wieder das Japji laut zu lesen und den einzelnen Übungen in Ruhe nachzuspüren.
Das faszinierendste ist, dass ich mich trotz Schlafmangel frisch und gut fühle. Leider können wir nicht mit unseren Freunden Sylvester feiern, weil wir aufgrund unserer Magen-Darm-Zeit (Ralf hatte es dann auch noch erwischt) niemanden zuzumuten sind. Falls jemand scharf auf Viren ist, bitte melden! Nein, das ist natürlich übertrieben. Wir sind alle wieder fit, aber einen Tag Abstand zu uns ist einfach ratsam. Sehr Schade, dass es ausgerechnet auf den heutigen Tag fällt, aber es passt zu meinem Wunsch für das neue Jahr 2012, der mir heute während der Meditation bewusst wurde: Akame = wunschlos sein.
Ich wünsche mir Zufriedenheit und Dankbarkeit für das, was ist. Ich glaube, dass ist das erste Mal, dass ich Silvester nicht damit verbringe mir alle möglichen Wünsche detailliert auszumalen und zu kommunizieren. Dabei meine ich mit Akame nicht Passivität und Gleichgültigkeit. Es geht mir um eine dicke Rolle von Ruhe und Gelassenheit, gefüllt mit tiefer Dankbarkeit und erfüllter Wunschlosigkeit.
Renate hat mir heute (wieder einmal) eine tolle e-mail zum Thema Yoga geschrieben. Sie freut sich sehr darauf, dass Yoga sie gefunden hat, eine große Suche abgeschlossen ist und nun entdeckt werden will.
Genau. Wahe Guru!
Auf ins neue Yoga-Jahr 2012!
Sat Nam
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