Sonntag, 1. Januar 2012

Getrieben von Seifenblasen

Frohes neues Jahr 2012!

Ich hoffe, Ihr seid alle gut hineingerutscht und fühlt Euch wohl im neuen Jahr. 

Gestern war meine Große sehr erstaunt, dass ich auf meine Wunschrakete Wunschlosigkeit (Akame) geschrieben habe. Sie meinte, das wäre aber komisch. Ich musste lachen und daran denke, wie sie als 2 bis 3jährige war und mit dem Wünschen gar nicht soviel anfangen konnte. Ich glaube, dass Kinder wunschlos zur Welt kommen. Und nachdem sie immer wieder gefragt werden, was sie sich denn nun wünschen, erst damit anfangen. Was auch vollkommen in Ordnung ist, wir dürfen nur nicht vergessen, dass es auch noch etwas Wunschloses in uns gibt, das unabhängig von äußeren Dingen ist.

Heute bei der Ong-Namo-Meditation für Vertrauen hörte ich, wie unten die Kinder spielten und ich dachte, Mensch heute müssen wir noch Ralf zum Flughafen bringen und möglichst noch gaaaaanz viel Zeit zu viert verbringen und ich sitze hier und meditiere. Plötzlich fing ich an ganz schnell das Ong-Namo-Mantra zu chanten. So als würde ich dadurch schneller fertig werden. So wie der Witz von dem kleinen Mädchen, das in der Schule ganz schnell schreibt, weil sie Angst hat, die Tinte könnte nicht reichen. 

Mir wurde wieder bewusst, wie sehr Angst und Hektik miteinander zusammen hängen. Es entsteht eine verrückte Logikkette wie "wenn ich nur ganz schnell noch dies und das mache - ja dann ist alles gut". Es ist ein Handeln ohne Vertrauen. Kein wahres Sein im Moment sondern eine Jagd. Getrieben von Seifenblasen in denen steht, wie etwas richtig oder falsch ist. Wenn ich stehen bleibe und tief durchatme, kann ich die Seifenblasen an mir vorbeiziehen lassen und gelassen meinen Weg gehen. 

Sat Nam



 

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