Heute habe ich mit Karam Kriya beschäftigt. Es bedeutet die Wissenschaft angewandter Numerologie in Verbindung mit Kundalini Yoga. Shiv Charan Singh ist ein Experte auf dem Gebiet und hat daraus sogar einen Kundalini Yoga-Ausbildungsgang entwickelt.
Wenn ich von dem neuen Jahr 2012 die Quersumme bilde 2 + 0 + 1 + 2, erhalte ich die Zahl 5. Hierzu schreibt Shiv Charan Singh in seinem Buch, dass es eine natürliche Präsenz der 5 gibt: Die 5 Finger, die 5 Sinne und die 5 Elemente. Demnach hat das 5. Element eine besondere Bedeutung in diesem Jahr. Es wird dem Äther und als Sinn dem Hören zugeordnet. Das 5. Chakra ist das Kehlchakra und hat mit dem Reden zu tun. Wir sind also stark im Bereich der Kommunikation: Zuhören und sich selbst ausdrücken. Der 5. Körper (Ausbildungsbuch Seite 262) bezeichnet symbolisch den Lehrer und damit die Fähigkeit jedem Menschen Abstraktionen zu erklären, egal wie alt, wie intelligent jemand ist oder welchen Lebensstil er/sie hat.
In diesem Jahr haben wir besonders starke Energien zum verbalen Austausch. Da der Äther eine hohe kosmische Kraft ist, die das irdische mit dem universellen verbindet, geht es nicht um die allgemeine Plauderei (die auch ihren Stellenwert hat) sondern um das Tiefgründige. Shiv Charan Singh vergleicht die 5 mit der Spitze an einer Pyramide. Die vier Punkte an ihrer Standfläche und dem 5. Punkt ganz oben, das als Tor zum Universum gesehen werden kann. Wir können auch an eine Brücke denken, die auf vier Pfosten steht und zwei Bereiche miteinander verbindet.
Der 5. Körper wird auch als physischer Körper bezeichnet. Den wir auch als eine Brücke sehen können. Wir spüren unseren Körper und gleichzeitig fühlen wir, dass es da noch etwas anderes gibt als nur Materie. Wenn jemand gestorben ist, können wir den Körper sehen und anfassen und gleichzeitig erkennen, dass der Mensch nicht mehr da ist. Es geht also viel um das Paradoxe im Leben. Wo waren wir vor unserer Geburt? Wo gehen wir danach hin? Wenn wir schlafen und träumen spüren wir, dass da noch eine andere Welt ist. Wenn unser Körper streikt und wir krank sind, spüren wir, dass wir an unserem Körper nicht vorbei kommen. Er ist da, ganz real und fest.
Vielleicht können wir das neue Jahr für unser "Brückenbewusstsein" nutzen und Erstaunliches über uns, unsere Mitmenschen und das Leben an sich erfahren.
Ein wunderbares Jahr für die Yogalehrerausbildung!
Sat Nam
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