Donnerstag, 12. Januar 2012

Der Körper vergisst nicht

Durch die letzte Übung meiner derzeitigen Übungsreihe (siehe blogeintrag von gestern) ist mir heute bewusst geworden wie schön es ist, wenn ich mich mal auf meine Fersen stelle. Einfach mal zwischendurch z.B. in der Küche beim Gemüse schälen. Es entspannt den unteren Rücken und die Schultern. Außerdem spüre ich besser meine Gewichtsverteilung auf meinen Füßen, die optimalerweise gleichmäßig ist. Interessant ist, dass ich durch die Übung automatisch meine Hände "abknicke", also nach vorne oben hochstrecke wie in der Übung auf dem Boden. 

Im Sat Nam Rasayan wird davon ausgegangen, dass sich schmerzhafte Erlebnisse als Verspannungen im Körper manifestieren und die Ursache für viele Krankheiten bilden. Der Körper vergisst nicht. Deshalb ist es auch so wichtig, dass Kinder lernen, was Entspannung ist und wie sie diesen Zustand gezielt erreichen können. Vielleicht müssen sie dann als Erwachsene nicht mehr den mühseligen Weg zurückgehen, sondern können Verspannungen schon im jungen Alter selbst regulieren.

Ein weiterer Grundsatz ist, dass alles mit allem verbunden ist, d.h. wenn beispielsweise mein Magen schmerzt, gibt es noch andere Stellen im Körper die damit verbunden sind und vielleicht sogar der eigentliche Auslöser sind. Deshalb sind die Yogaübungen auch so gut geeignet sich schneller wohler zu fühlen. Ich bewege keine isolierten Muskelgruppe sondern stelle Zusammenhänge her und mache die Erfahrung, dass wenn ich z.B. meine Hüfte und Schulter gleichzeitig in eine Richtung drehe, sich Verspannungen im Nacken lösen. Und da der Körper auch dieses Erlebnis "speichert", bewege mich im Alltag geschmeidiger, weil ich mehr Teile meines Körpers miteinbeziehe.

Yoga ist so herrlich praktisch!

Sat Nam 

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