Heute waren Renate und ich zum Yoga-Hospitieren bei Christine Nirankar in Schöngeising. Wir waren natürlich richtig "cool" mit unseren Profi-Yogamatten und der absoluten intensiven Profi-Yogaausstrahlung, die jede sofort vor Erfurcht erstarren ließ und aus den geöffneten Mündern der normalen Teilnehmer ertönte ein Dauer-Ong-Namo, wir hatten uns extra rote Punkte auf das dritte Auge gemalt und erschienen mit Turbanen, die höher waren als der Mount Everst.... ;-)
Nein. Das waren nicht die Unterschiede zu einer normalen Stunde.
Ich hatte einfach nur eine imaginäre Hospitationsbrille auf. Durch sie achtete ich mehr auf Nirankar und ihren Erklärungen sowie auf die Haltungen der Teilnehmer und die Art wie korrigiert wurde, wenn nötig. Sie achtete auf jede gleich und ging auch hin, wenn es erforderlich war. Sie gab auch nicht auf, alternative Haltungen anzuleiten, so lange bis eine Position gefunden war. Ich glaube, dass sich dadurch jede gut aufgehoben fühlte. An den Formulierungen bemerkte ich ihre langjährige Erfahrung. Da war kein Wort zuviel, keines zu wenig. Es war eindeutig, klar und logisch aufbauend. Und dann die Kraft und Freude, die sie ausstrahlt.
Und es ist faszinierend wie stark sie ausgebucht ist und das in Schöngeising, das nicht der Nabel der Welt ist. Das gibt mir Mut für den eigenen zukünftigen Yogaunterricht.
Ich freue mich schon auf die nächste Hospitationsstunde.
Sat Nam
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