Heute habe ich mit dem Renovieren in unserem jetzigen Miethaus begonnen. Bodüre abscharben in den Kinderzimmern war angesagt. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass handwerkliche Dinge immer länger dauern als angenommen und sich auch als viel schwieriger entpuppen als gedacht.
Mit dem Spachtel auf der Wand rumkratzen ist nach einer Weile reine Nervensache. Ich schaute auf den zurückgelegten kurzen freien Weg und blickte dann auf die lange beklebte Strecke. Es kam mir vor wie bei einer anstrengenden Yogaübung, wo ich alle drei Sekunden auf die Uhr schaue, wann sie denn nun endlich vorbei ist. Nun hilft der Blick auf die Uhr bzw. auf die noch vorliegende Arbeit überhaupt nicht. Im Gegenteil es ist eher demotivierend. Das einzige was hilft, ist das Vergessen von Zeit und Ziel. Einfach machen ohne zu denken.
Als Unterstützung sang ich "Gobinde Mukande...." in verschiedenen Rhythmen und Melodien. Interessant war, dass ich irgendwann eine Art gefunden hatte, die genau passt. Ich fand meinen eigenen Rhythmus. Es war in etwas so: Gobinde - dong dong - Mukande - dong dong - Udare - dong dong... etc. Das Tun wurde ein Fluß und es machte viel mehr Spaß als vorher. Meine Oma erzählte mir mal, dass die Leute früher auf dem Feld bei der Arbeit immer gesungen haben. Gerade bei eintöniger Arbeit ist das Singen dabei ein Segen.
Es ist ein GROßER Unterschied, ob ich einfach nur Musik dazu höre oder ob ich selbst einen Klang in mir ertönen lasse. Die Yogamantren sind wie geschaffen dafür, da sie einfach sind und eine hohe Schwingung haben.
Im Grunde genommen habe ich also heute nicht gearbeitet sondern den ganzen Tag meditiert....
Sat Nam
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