Früher hatte ich während der Menstruation häufiger typische Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen. Seitdem ich Yoga mache, sind diese unangenehmen Begleiterscheinungen viel weniger geworden und lösen sich immer öfter vollkommen auf. Dafür fühle ich etwas anderes. So ein bisschen wie leicht bekifft oder einfach meditativ entspannt. In mich ruhend und mit einer leichten Distanz zu allem. Manchmal kippt es aber auch in verschiedene Richtungen. Entweder ins alte Muster mit Krampf und Kampf, was ich umgehend als Druck auf der Stirn spüre oder zu sehr ins andere Extrem in eine Form von Melancholie, wo ich mich schwer für irgendetwas motivieren kann. Es ist faszinierend wie vielfältig wir sind. Auf wieviele unterschiedliche Arten wir Situationen wahrnehmen können.
Herrlich finde ich, dass ich durch das Yoga soviele Hilfsmittel kenne, wie ich mich selbst unterstützen kann. Wenn der Druck im Kopf zu groß wird, konzentriere ich mich auf das dritte Auge und atme lang und tief dazu. Oder wenn sich eine lähmende Traurigkeit einstellt, kann ich den 4-Schnapper-Atem anwenden: Mit vier Atemzügen ein- und mit einem Atemzug (beide durch die Nase) ausatmen. Beide Übungen helfen nach nur drei Minuten. Das ist sehr effektiv und besser als irgendwelche Pillen.
Morgen bin ich mit den Kindern auf eine Halloween-Party eingeladen. Verkleidung erwünscht. Es gibt nur ein Problem, mein Kleiderschrank zeigt entschieden mehr Yogaweiß als Gruffty-Schwarz. Da hilft nur das Standardoutfit: ein Gespenst.
Sat Nam
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