Mittwoch, 12. Oktober 2011

Kräfte sammeln

Wo liegt die innere Kraft? Körperlich liegt sie im Nabelzentrum (3. Chakra), geistig kann ich sie durch Mantren wach rufen (z.B. Har Har Har Har Hari Hari) und trainieren mit Feueratem oder Streckposition oder anderen ähnlichen Übungen. Meine Oma sagt immer: "Wenn Du musst, dann kannst Du auch." Wenn ich sehe, welche Schicksalschläge sie auf welche Art und Weise bisher meisterte, macht es einen Sinn. 

Bei Frauen habe ich häufiger den Satz gehört: "Das schaffe ich nicht..." Und dann wieder erlebt, wie sie plötzlich über sich hinaus wachsen, "Towanda" rufen und ihren Weg gehen. Bei mir habe ich beobachtet, dass die Kraft wellenförmig fließt. Manchmal ist sie stark wie eine große kräftige Welle und dann bricht sie wieder ein, zerschlägt an einem Felsen und übrig bleibt nur Schaum. Doch Schaumkronen sind die Folgen einer Kraftanstrengung, sie haben noch viel Schwung und wandern noch einen weiten Weg. Dann zieht sich das Meer wieder zurück, sammelt Kraft und baut eine neue Welle auf. Ich kann stark sein und die Stärke trainieren. Doch ich brauche auch immer wieder den Rückzug in mich selbst um frische Energie zu tanken. Diese Einsicht hilft mir, wenn ich zweifle und mich frage: "Verflucht, warum bin ich gerade so kraft- und saftlos." Es ist ganz normal und wichtig, die Ruhephasen anzunehmen und sie zu nutzen. Gerade jetzt, wo es in Richtung Winter geht, wo wir mehr zur Schau nach innen "gezwungen" sind. Eine gute Zeit zum Yoga machen und die Speicher aufzutanken.

Sat Nam     

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