Dienstag, 11. Oktober 2011

Verspannungen auflösen

Nun haben wir schon über 30 Tage der Kryia für ein höheres Bewusstsein geschafft. Einige Übungen von der Reihe fielen mir von Anfang an leicht, andere nicht. Bei der Sat Nam Kryia (im Fersensitz die Arme nach oben strecken und rythmisch den Nabelpunkt anziehen und entspannen) habe ich mich oft sehr unwohl gefühlt, doch mittlerweile wird es besser. Ich habe meine Schultern zu wenig unten gelassen, was sich als kleine Verspannung bis nach unten ausgedehnt und meinem unterer Rücken nicht gut getan hat. Ich kann nur dann meine Schultern locker lassen, wenn ich meine Arme nicht durchstrecke. Es sieht dann nicht so schön aus, wie auf den Yoga-Zeichnungen mit den wohlgeformten Körpern. Ich wollte es auch erst nicht wahr haben. Mein Gott, jetzt machst Du schon so lange Yoga und jetzt das! 

Das Schöne an dieser Erkenntnis ist, dass ich auch im Alltag stärker spüre, wann ich meine Schultern verspanne und wie stark sich dies auf den Rücken auswirkt. Wenn ich dann bewusst in die verkrampften Punkte spüre, kann ich es auflösen. Ich kann meine Haltung verändern, tiefer atmen und locker lassen. Es ist unglaublich, wie oft ich es am Tag mache. Und wie sehr ich das vorher nicht gemerkt habe, ist schon fast erschreckend. Im Moment ist die morgendliche Kryia nur die Vorbereitung für die wirkliche Arbeit im Alltag..... Die Hoffnung treibt mich an, dass es irgendwann in Fleisch und Blut übergeht und ich dauerhaft eine Verbesserung habe. Mal sehen, wie langer das dauert.

Sat Nam

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