Dienstag, 25. Oktober 2011

Über den Schattten springen

Ich weiß nicht woran es gelegen hat, ob an der Kryia, an dem letzten Wochenende oder daran dass ich gerade einen leckeren Tee getrunken habe. Aber ich habe mich so eben getraut und bei einem Mann angerufen, dessen Telefonnummer ich seit Wochen in meinem porte-monnaie mit mir herumgetragen habe. Bis heute hatte ich nicht den Mut gehabt, ihn anzurufen...

Ein Mädchen, das zu mir ins Yoga kommt, liebt es sehr, wenn ich in der Yogastunde mit der Gitarre spiele und sie hat erzählt, dass ihr Vater auch Gitarre spielt. Und so kam ich mit der Mutter ins Gespräch und ich erzählte ihr von den Sadhana-Melodien, die ich so gerne spiele... Ihr Mann hat eine eigene Band und kennt einen, der das Equipment hat, um Musik aufzunehmen. Gerade habe ich mit ihm telefoniert und er kommt im November mit seinem Computer und den Mikrofonen vorbei. Mein kleiner Yogaraum wäre ideal dafür, meinte er. Natürlich melden sich jetzt die Stimmen, die da sagen: So ein Quatsch, Du kannst doch gar nicht singen und beim Spielen machst Du viel zu viele Fehler - Außerdem kommt der eh nicht vorbei - Deine Stimme ist zu wenig ausgeprägt, zu tief und zu rauh.... Egal, ich tue es trotzdem.

Bei unserer Hausaufgabe finde ich es besonders spannend 7 Minuten lang den Feueratem zu machen. Gestern war ich sehr erstaunt, als ich in der Anleitung las, man solle den Unterschied in der Emotionalität wahrnehmen, denn ich war danach richtig wütend. Normalerweise dachte ich, es hilft um Wut loszuwerden. Aber das es auch anregt, ungelebte Wut wahrzunehmen, überraschte mich. Ich war froh, dass heute die Wut weniger war. 

Sat Nam

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