Das wohlige Gefühl nach einer Yogastunde wird im Sat Nam Rasayan durch Meditation erzeugt. Für mich ist es so, als wäre mein drittes Auge sehr weit geöffnet. Nur das Hier und Jetzt zählt. Mit meiner Intuition bin ich dann sehr stark verbunden und bekomme eine Ahnung von Tiefe und Unendlichkeit.
Wenn ich diesen Zustand mit in den Alltag nehme ändert sich viel. Ich stehe in der Küche, schmiere die Brote für die Kinder und nehme die Situation einfach nur wahr. Und wenn ein Gedanke auftaucht wie z.B. "Ob die Kindergärtnerinnen wohl denken, dass ich sehr unkreativ in der Gestaltung der Brotzeit bin?" Dann lasse ich den Gedanken weiterziehen und springe nicht auf die Gedankenkette auf, die zu abstrusen Ideen führen kann (z.B. "Vielleicht sollte ich mal im Internet googlen, ob es da Tipps für aufregende Brotboxen gibt..."). Ich schmiere einfach nur weiter und nehme wahr, wie weich die Butter über das Brot gleitet, wie klebrig Schokocreme sein kann und wie fest ich schneiden muss damit sich das Brot in zwei Teile trennt..
Die Folge ist, dass es keinen Zeitdruck mehr gibt und ich paradoxer Weise viel mehr als sonst schaffe. Ich tue einfach nur das, was es gerade zu tun gibt und am Ende eines Tages, wenn ich Bilanz ziehe, staune ich, was ich alles geregelt habe. Es ist ein Handeln wo Himmel und Erde miteinander verbunden sind. Ich stehe mit beiden Beinen auf der Erde (stehe und schmiere Brote) und bin verbunden mit dem höheren Selbst, d.h. ich vertraue und grüble nicht, ob ich all die Dinge, die ich heute schaffen will, auch wirklich schaffe und was ich mache, wenn ich es nicht schaffe und wie ich es vielleicht anders tun kann, damit ich mehr schaffe..... Es ist schön, wenn ich den ganz normalen Wahnsinn zwischendurch mal verlassen kann.
Sat Nam
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