Der Tag nach einem Ausbildungswochenende ist oft für mich ein schwerer Tag. Ich habe keine Lust auf den Alltag, habe Probleme mich zu motivieren, möchte eigentlich zurück ins warme Kundalini-Yoga-Nest....
Um die Landung diesmal angenehmer zu erleben, habe ich es heute anders gemacht. Ich habe mich nicht gleich auf die zu erledigenden Dinge gestürzt. Nachdem ich die Kleine in den Kindergarten gebracht hatte, bin ich nicht zurück zu Abwasch, Wäsche und Böden, die laut rufen "putz mich", sondern bin in den Wald zum Spazieren. Erde, Bäume, Ruhe, frische Luft, Atmen, rhytmisch bewegen... Was auch sehr gut zu unserer Hausaufgabe passt, die ich gleich heute in der Früh in Angriff genommen habe. Das bewusste Atmen ist schön und ich merke, dass ich im Laufe des Tages stärker darauf achte, wie ich atme und dass ich manchmal ganz schön erschrocken bin, wie oft ich oberflächlich und nicht entspannt atme. Bei Aldi in der Schlange an der Kasse habe ich ganz bewusst tief ein- und ausgeatmet (ohne tiefen Seufzer, es hat keiner gemerkt, wäre aber lustig gewesen, vielleicht hätte mich eine Frau angesprochen: "Ja, ich finde auch, dass dauert hier echt lange." Und ich hätte gesagt: "Nein, ich mache nur gerade einen Yoga-Quickie....").
Nur ungewohnt finde ich, dass die Kryia keine "richtigen" Körperübungen hat, wo ich mich dehnen und ein bisschen auspowern kann. Zum Aufwärmen habe ich zwar den Sonnengruß gemacht, der mir dank der Präsentation tatsächlich absolut im Gedächtnis ist, aber es ist schon anders...
Sat Nam
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