Heute Morgen bei meiner 31 minütigen Meditation Chattre Vattree habe ich eine deutliche Veränderung wahrgenommen. Mir erscheinen die 31 Minuten nicht mehr soviel wie am Anfang. Es ist, als hätte sich in mir ein Schalter umgelegt. Mein Ego läuft nicht mehr Amok und möchte ständig nachschauen, ob die Uhr auch noch geht oder fragt, was der ganze Quatsch eigentlich soll. Es kehrt immer mehr Ruhe in mir ein. Sogar Freude auf diese Zeit. Ich spüre eine beruhigende Tiefe. So als würde ich nach einer Wanderung in den Bergen auf einem Felsen sitzen und staunend in die faszinierende Landschaft blicken. Mir kommen Sätze wie "Du musst nicht immer tun - Lass Dich vom Universum beschenken" oder "Greife nicht sofort ein, wenn etwas anscheinend nicht so läuft, wie Du es Dir vorstellst - warte ab".
Im Alltag merke ich immer stärker, wo meine Gedanken Angstgebäude in einer Schnelligkeit und Größe entwerfen, dass ich sie schon fast bewundere. Heute Morgen habe ich mit den Kindern die Betten frisch bezogen. Sie waren sehr stolz, dass sie schon selbst soviel dabei helfen konnten. Doch mir schoß plötzlich ein Satz von der Großen in den Kopf, den sie mir vor einer Woche erzählt hatte: "Mama in der Schule gibt es in einer Klasse Läuse!" Na toll, was für eine Verschwendung jetzt die Betten zu beziehen. Vielleicht muss ich in ein paar Tagen das ganze Zimmer desinfizieren.... Natürlich kann das passieren, aber welchen Vorteil hat es, sich jetzt damit verrückt zu machen? Und dann kamen Gedanken wie "Ja, aber das war doch schon häufiger so, da hast Du gerade etwas gemacht und dann musst Du es gleich noch einmal machen, weil irgendetwas passiert...." Genau und deshalb mache ich lieber nichts.... Was für ein Druck, zu glauben, man könne an alles denken und alles berücksichtigen, wenn man nur genug "rattert" im Kopf...
Die Kryia für das Anheben des Bewußtseins wirkt sehr konsequent. Wie ein großer Scheinwerfer, der Dinge so lange beleuchtet, dass ich den "Müll" leicht entdecken kann.
Sat Nam
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